Begrüßenswerte Turbulenzen

Zum Einstand ihrer Royal-Court-Intendanz überlässt Vicky Featherstone 140 Dramatikern das Feld

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In der Royal-Court-Bar wächst gegen alle Schwerkraft Rasen an der Wand. Steht plötzlich eine improvisiert zusammengeklopfte Mini-Bühne mit Fähnchen zwischen den Tischen und dem Edel-Beton. Es gehen E-Mails durch die Networks junger Londoner Theatermacher, dass noch ein paar Lücken im «Open Court»-Programm offen seien, man solle sich doch mit Ideen melden.

Im Royal Court upstairs kauft der Zuschauer die Katze im Sack mit einem täglich wechselnden «Surprise Theatre», auf der größeren Bühne downstairs werfen sich vier Regisseure mit einem 14-köpfigen Ad-hoc-Ensemble in einen Probenmarathon: sechs neue Stücke, jede Woche eine Premiere. Abends spielt man, tagsüber probt man das nächste.

Die Royal-Court-Balcony-Bar lädt spät abends zu einer Open Mic Night mit Comedy, Musik und hier und da auch einem Stück. Up­stairs laufen unter «The Big Idea» frisch geschriebene internationale Einakter: Dramatiker aus Griechenland, Portugal, Italien, Irland, Spanien schildern zusammen mit englischen Partner-Autoren, wie sie gerade das Europa der Sparmaßnahmen erleben. Am Rande morgendliche Lesungen in intimer Runde mit «Playwrights at Your Table», Kid’s Writing Workshops, eine von Anwohnern geschriebene ...

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Theater heute Dezember 2013
Rubrik: Ausland, Seite 44
von Patricia Benecke

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