Auf diversen Baustellen

Fünf Wahrheiten über das Düsseldorfer Schauspielhaus im dritten Jahr der Intendanz von Wilfried Schulz

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Das Theater, sagt Arthur Miller, kann nur Wahrheiten enthüllen, die schon bekannt waren, aber noch nicht als Wahrheiten erkannt worden sind. Welche Wahrheiten hat das Düsseldorfer Schauspielhaus enthüllt?

Wahrheit Nr. 1:
Das Theater ist eine Baustelle

Zunächst einmal war das Theater mit sich selbst beschäftigt. Nicht mit seiner Kunst, sondern mit seinem Gebäude. Als 2014 Wilfried Schulz, damals noch Schauspielintendant in Dresden, seinen Vertrag mit der Düsseldorfer Schauspielhaus GmbH abschloss, war von Sanierung des Hauses noch nicht die Rede.

Erst im Zuge der rheinischen Planungsmethode, «mal sehen, was das Nächste ist», stellte sich das ganze Ausmaß der Kala­mitäten heraus. Weil der Platz vor dem Schauspielhaus und die angrenzen­den Geschäftsgebäude in einer aufwendigen Neuanlage dieses Innenstadtareals umgestaltet werden soll, war das Schauspielhaus nicht bespiel­bar. Schulz erreichte, dass diese Zeit für eine technische Sanierung des Schauspielhauses genutzt wurde. Doch das war nur der Anfang. 

Die Fassade des Hauses stellte sich als sanierungsbedürftig heraus, ebenso die öffentlichen Räume (Restaurant, Foyer, Kasse usw.). Finanzierungsbedarf insgesamt etwa 60 Millionen ...

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Theater heute Juli 2019
Rubrik: Bilanz, Seite 52
von Gerhard Preußer

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