Foto: Iko Freese

Armin Petras: Wer übernimmt Verantwortung?

Eine Glücksrecherche

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Erst einmal geht es ja nicht um wünsch dir was … Aber wenn in einem großen deutschsprachigen Theatermagazin nach dem idealen Staat gefragt wird, ist das ein Zeichen – ein Zeichen für Verunsicherung. Warum? Weil noch vor kurzem alles, was mit dem Begriff Utopie verbunden war, geächtet war, nein, einfach nicht ausgesprochen wurde.

Das Thema war diskreditiert und sinnlos; es war zu klar für alle, dass wir in der besten der zumindest möglichen Welten leben, wobei die Frage nach den Staatsformen Demokratie, Auto­kratie, Kapitalismus, Sozialismus, Oligarchie, Pluralismus mir so vorkommt wie die Frage: Lieben Sie Blondinen oder Brünette? Es kommt drauf an, wäre die Antwort.

Ein nicht unbekannter slowenischer Philosoph linker Abstammung übermittelt in einem seiner Bücher das Forschungsergebnis internationaler Wissenschaftler: Die Frage war, wann und wo die Menschheit denn am glücklichsten gewesen sei. Die erstaunliche Antwort: aufs Ganze gesehen in der Mitte der 70er Jahre in der Tschechoslowakei. Ok. Das ist eben so ein Test … Ob das stimmt?

Wie Marx sagt: Das Kriterium der Wahrheit ist die Praxis. Aber in welchem Land mit welchem System würden wir denn heute leben wollen, um ...

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Theater heute Jahrbuch 2017
Rubrik: Der ideale Staat, Seite 26
von Armin Petras

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Sie werden erkennen, dass es eine Utopie ist, die Gleichheit der Lebensbedingungen anzustreben,
dass die Gleichheit nur besteht in der Freiheit der Persönlichkeit, und dass
diese Freiheit gerade die Ungleichheit der Individuen in der Gemeinschaft voraussetzt.

«Auf zwei Planeten»/Kurd Laßwitz

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