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What brings us to Africa? What are the lessons learned?», fragt Bishnupriya Dutt, die Präsidentin der International Federation for Theatre Research (IFTR) während der «Closing Ceremony» in der Great Hall der University of Ghana. Ihre Abschlussrede fasst die ethischen Prämissen des internationalen Wissenschaftsverkehrs noch einmal auf Diskurshöhe zusammen: Sie beschwört eine «diversity without othering and exoticizing cultures» und eine demokratische Welt ohne Diskriminierung, die multiple Identitäten akzeptiert. «That’s what the universities are for.
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Wie tragfähig dieses akademische Glaubensbekenntnis in einer Realität ist, die diese Solidarität tatsächlich dringend benötigt, testet die Performance-Künstlerin und Trans-Aktivistin Va-Bene Elikem Fiatsi unmit -telbar im Anschluss mit ihrer Guerilla-Performance «Missing Reality – The Beast unleashed». Fast ganz nackt, den fragilen Körper nur mit Lehm und einem Lendenschurz bedeckt, protestiert Va-Bene singend und laut klagend gegen das tiefe Schweigen, in das sich die Universität angesichts des neuen Anti-LGBTQ-Gesetzes («Human Sexual Rights and Family Values Bill») in Ghana hüllt. Gerade drei Wochen zuvor war «The Bill» ohne ...
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Theater heute Juni 2024
Rubrik: International, Seite 48
von Anja Quickert
Mütter und wir haben keine Angst.» So erheben über zwanzig ukrainische, belarussische und polnische Frauen ihre Stimmen gegen den Krieg in der Ukraine. Sie alle sind geflohen, leben im Exil. Die polnische Theatermacherin Marta Górnicka hat mit ihnen einen Chor gegründet, am Teatr Powszechny in Warschau. In Kooperation mit dem Berliner Maxim Gorki Theater entstand...
Ein Sarg. Und ein Grab. Zwei Orte der Begegnung mit den Eltern, zwei Orte der Erforschung ihrer Lebensgeschichten in und für Deutschland (wie so viele Berliner Theaterabende in dieser Saison deutsche Familienbilder zeichnen). Die Gräber sind offen, die Ahnen untot. Ihr Denken, Fühlen und Handeln hat die Nachgeborenen tief geprägt.
Es sind zwei Theaterabende im...
