Wofür lohnt es zu kämpfen?

Am 11. April 2024 dauerte die Militärinvasion Russlands in die Ukraine bereits 777 Tage. Beim europäischen Theater- festival Fokus Ukraine am Düsseldorfer Schauspielhaus waren künstlerische Positionen zu sehen, die in dieser Zeit in der Ukraine und im europäischen Exil entstanden sind

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Mütter und wir haben keine Angst.» So erheben über zwanzig ukrainische, belarussische und polnische Frauen ihre Stimmen gegen den Krieg in der Ukraine. Sie alle sind geflohen, leben im Exil. Die polnische Theatermacherin Marta Górnicka hat mit ihnen einen Chor gegründet, am Teatr Powszechny in Warschau. In Kooperation mit dem Berliner Maxim Gorki Theater entstand «Mothers – A Song for Wartime», ein perfekt choreografiertes Chorstück (vgl. TH 11/23), das nun auch zum Festival «Fokus Ukraine» nach Düsseldorf geladen war.

Die Frauen wollen in diesem Krieg nicht mehr nur die Toten beweinen, schweigende Opfer oder nur Gebärende sein. Sie wollen ihr Volk stärken, ihre Geschichten selbst erzählen und ihre Kraft nach außen tragen. Auf der leeren dunklen Bühne stampfen sie, werfen ihre Fäuste in die Luft, verharren in Kampfpositionen und verbinden unter Überschriften wie «Über Gewalt» oder «Über Vergewaltigung» Kinderreime und Volksmusik mit Gedichten und Pop-Melodien. Deutlich und erschütternd ist das, am Ende gibt es stille Standing Ovations, der Raum scheint voller Bedrückung und Bewunderung für diese Frauen.

So auch bei «A Mothers Heart» vom Dakh Theatre Kyjiw und der freien ...

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Theater heute Juni 2024
Rubrik: Festivals, Seite 45
von Elisabeth Luft

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