Zwischen den Fronten

nach Ilker Çatak und Johannes Duncker «Das Lehrerzimmer» (U) am Nationaltheater Mannheim

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Für seinen Film «Das Lehrerzimmer» wurde Ilker Çatak 2023 mit vielen Preisen geehrt und sogar in der Kategorie «Bester Inter -nationaler Film» für den Oscar nominiert. In diesem gesellschaftskritisch ambitionierten Werk ist die Schule als ein symbolischer Ort zu verstehen. Çatak versteht sein Filmemachen nach eigenen Worten als Form der Selbsttherapie, die sich immer um Fragen der Identität, des strukturellen Rassismus, des Sexismus und Klassismus drehe. Die Schule spiegele en miniature unsere Gesellschaft, unseren Staat wider.

An ihr ließen sich autoritäre Strömungen, das Verhältnis zur Presse oder der zunehmend harte Ton öffentlicher Debatten exemplarisch darstellen, so Çatak.

Ein Stoff auch für die Theaterbühne? Adrian Figueroa hat «Das Lehrerzimmer» jetzt am Mannheimer Nationaltheater (in der Interimsspielstätte Altes Kino Franklin) inszeniert und sich dabei eng ans Drehbuch von Ilker Çatak und Johannes Duncker gehalten. Im Mittelpunkt des Plots steht die junge, engagierte, idealistische Mathe- und Sportlehrerin Carla Nowak. Sie will eine Diebstahlserie an ihrer Schule aufklären, um für Gerechtigkeit zu sorgen, nachdem die Leitung des Gymnasiums geglaubt hat, mit Hilfe ...

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Theater heute Februar 2026
Rubrik: Chronik, Seite 61
von Verena Großkreutz

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