Zürich: Zürcher Familienaufstellung
Psychiater Dr. Firs bringt nichts so schnell aus der Ruhe. In der Verkörperung des Schauspielers Gottfried Breitfuß strahlt er eine gewisse Gemütlichkeit aus; man stellt ihn sich nach Dienstschluss am Kaminfeuer vor, ein Glas Rotwein in Reichweite und einen Band Tschechow auf den Knien. Seine Privatklinik ist in einer Fin-de-siècle-Villa untergebracht, elegante Glasveranda mit Wasserbassin, Spezialisierung Drogenentzug und Gruppenpsychoanalyse.
Die Regisseurin Yana Ross und das Schauspielhaus-Ensemble haben recherchiert: in Kliniken in der Umgebung von Zürich wie der «Hohenegg» im noblen Meilen oder dem Sanatorium Kilchberg auf der Seeseite gegenüber. Jüngstes Arrivée bei Dr. Firs ist die Polin Ljuba (Danuta Stenka), eingeheiratet in eine Zürcher Familie, die viel Gewese um ihren Kirschgarten macht, und abgehauen ist nach Paris, um Party zu feiern. Dort hat sie ihr Landsmann Karol (Milan Zerzawy, ehemals Charlotta) aufgetrieben, pleite und völlig am Ende. In Zürich erwarten sie Schwager Leo (Michael Neuenschwander), Nichte Babs (Lena Schwarz), vor allem aber ihr ertrunkener Sohn Gregi (Vincent Basse), der traumatisierend über die Bühne spukt – und Heinz Lopachin (Thomas ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute Februar 2020
Rubrik: Chronik, Seite 63
von Andreas Klaeui
In einer Rezension des deutschen Musikfilms «Ich war noch niemals in New York» las ich: «Man sollte sich bei Musicals nicht an der Triftigkeit von Handlungen aufhalten.» Ob es einen Kritiker in New York gibt, der so eine These wagen würde? Ich war im Herbst eine Woche in New York, um mir Musicals anzuschauen. Vom Schauspiel und der Schauspielausbildung kommend,...
Figuren
im
ÖFFENTLICHEN RAUM
darunter:
FRATZER
ORLANDO
PRÄZISA
und
DIE WEHR
Texte in durchgehenden Majuskeln zeigen einen CHOR an. Die WEHR kann stets von verschiedenen Spielerinnen und Spielern oder Gruppen übernommen werden. Das Sprech- und Anschlusstempo sollte möglichst hoch sein.
Man erzähle mir Unvorhergesehenes, Gewaltsames. Man komme...
Der Captain hat sich in einer Bude aus Kissen verschanzt und liest, während die MS Futuro durch die unendlichen Weiten des Weltraums gleitet. Data Luv erklärt die Gemeinschaft der Zukunft, in der alle machen, was sie am besten können:
Eine*r macht Aufstrich für alle. Zwei schrubben das Deck. Und der Nächste bereitet einen Tanzworkshop vor. Und wenn der Captain...
