Zubereitungen zum Kriege

Jan-Christoph Gockel serviert Schillers «Wallenstein»-Trilogie an den Münchner Kammerspielen mit Koch-Show und mehr, und Alexander Eisenach entdeckt in Heinrich Manns Anti-Bildungsroman «Der Untertan» im Cuvilliéstheater manche Schlüssel auch zu unserer Zeit

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Kann man das? Will man das? Muss man es vielleicht sogar? Den großen blutigen Elefanten in unseren Köpfen, den Krieg, der nicht aufhört und immer näher heranschleicht, auf die Bühne bringen!? Wie kann das gehen, ohne banal oder blutrünstig zu werden? Scheitern erscheint hier nicht nur als Option, sondern fast vorprogrammiert, aber ein Versuch ist es wert, und sei es nur, um die Monster der Zeit mit dem Zauberspruch «Ridikkulus» zu bannen. Doch davon später.

Jan-Christoph Gockel, Hausregisseur an den Münchner Kammerspielen und Spezialist für große Themen in unübersichtlicher Gemen -gelage, hat sich der Herausforderung gestellt und dafür Schillers «Wallenstein»-Trilogie tatsächlich nicht nur zum Ausgangspunkt, sondern in weiten Teilen wörtlich zur Grundlage eines siebenstündigen Theater-Marathons mit drei Pausen gemacht (die es nicht unbedingt alle gebraucht hätte).

Sein «Schlachtfest in sieben Gängen» ist keine Apotheose der gemeinschaftsstiftenden Kraft des Theaters, wie vor sieben Jahren Christopher Rüpings zehnstündige Antiken-Befragung «Dionysos Stadt» am gleichen Ort, die nach allem Atriden-Gemetzel mit einem Sonnenaufgang endete. Eher so etwas wie ein Stresstest für die ...

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Theater heute Dezember 2025
Rubrik: Aufführungen, Seite 6
von Silvia Stammen

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