«Wir sind bei aller Nörgelei sehr verwöhnt»
Franz Wille Die «Neuen Stücke aus Europa» finden im Juni zum zehnten Mal statt, zum zweiten Mal mit dem Staatstheater Mainz, die erste Ausgabe dieser Biennale erschien 1992. Seitdem hat sich einiges verändert, sowohl der Stellenwert zeitgenössischer Dramatik als auch die politische Situation in Europa.
Manfred Beilharz 1992 war schon eine Entwicklung in Gang, die seitdem nicht schwächer geworden ist, Theater nicht mehr nur als interpretierendes Literaturtheater zu begreifen.
Das war einerseits eine große Chance, das Gestische, das Multimediale, das Bildnerische, das Performative im Theater zu emanzipieren und zu entwickeln,
andererseits sollte man darüber die Dramatik nicht vernachlässigen. Vielleicht hat die Vielfalt der Formen inzwischen auch wieder zu einer Sehnsucht nach dem Autor geführt. Das ist ganz deutlich geworden, als beispielsweise das Londoner Royal Court mit seiner Förderung junger Autoren wie Sarah Kane oder Mark Ravenhill der englischen Tradition des Well-made play wieder eine andere Schärfe, Dringlichkeit und Ästhetik gegeben haben. Solchen Entwicklungen wollten Tankred Dorst und ich eine Plattform bieten, und das ist ja durchaus nicht nur auf Jubel gestoßen. Was ...
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«Man wird das Gefühl nicht los, man müsse noch mal zurück ins Jahr 2000 – haben wir nicht irgendetwas Wichtiges vergessen?», fragt Alexander Karschnia im Webmagazin Berliner Gazette. 2006 startete «Little Red», titelgebende Protagonistin der Performance von andcompany&Co., ihre erste Bühnen-Zeitreise aus der Zukunft des 3. Jahrtausends direkt in die Nachwendezeit....
Fernsehen
Dienstag, 1.
12.25, Theaterkanal: verliebt - verirrt - verwirrt – integratives Theaterprojekt nach Shakespeares «Sommernachtstraum», Eisenhans Theatergruppe des Thalia Theaters, Hamburg
19.00, Theaterkanal: Theaterlandschaften: Deutsches Theater in Göttingen – mit Esther Schweins
22.25, 3sat: FOYER – Das Theatermagazin – mit Esther Schweins
1.00,...
Wie sitzt man richtig? Irgendwie wenigstens ein bisschen anders als die anderen? Hektisch windet sich Ira auf ihrem Klappstuhl auf der Suche nach der richtigen falschen Positur, angemessen nonkonform. Ein aussichtsloses Unterfangen, dem sie auch ihre Stimme unterwirft: hoch oder doch lieber tiefergelegt? Prononcierte Endungen oder cooles Verschleifen? Oder doch...
