«Wir müssen das Tempo rausnehmen»
Wolfgang Kralicek Die Wiener Festwochen 2020 waren fertig programmiert, als der erste Lockdown kam und irgendwann klar war, dass das Festival nicht wie geplant im Mai und Juni stattfinden kann. Diesmal ist es anders: Sie planen die Festwochen 2021, ohne zu wissen, ob und wie sie überhaupt stattfinden werden. Was ist besser?
Christophe Slagmuylder Wenn Sie so fragen, dann war voriges Jahr besser. Das Programm war fertig, das Programmbuch gedruckt – und dann mussten wir eben auf die Situation reagieren und improvisieren.
Jetzt ist es sehr kompliziert. Du hast nichts unter Kontrolle, und es ist sehr schwer, etwas vorauszusagen. Ich möchte meine Entscheidungen aber auch nicht von vornherein mit dem Gefühl treffen, dass dieses oder jenes ohnedies nicht möglich sein wird. Ich möchte auch nicht, dass 2021 das Programm wird, das eben gerade noch möglich war. Es wird bestimmt nicht das Festival, das ich mir auf dem weißen Blatt Papier ausgedacht habe. Aber zumindest der Kern davon sollte erhalten bleiben.
WK Haben die Festwochen 2020 eigentlich Geld verloren oder Geld gespart?
Slagmuylder Weder noch. Die Subvention der Stadt ist ja auch davon abhängig, was wir produzieren. Das heißt, ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute März 2021
Rubrik: Szene Corona, Seite 12
von Wolfgang Kralicek
Die Theaterzeitschrift im 62. Jahrgang
Gegründet von Erhard Friedrich und Henning Rischbieter
Herausgeber
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
Redaktion
Eva Behrendt, Franz Wille (V.i.S.d.P.)
Redaktionsbüro
Martin Kraemer
Gestaltung
Christian Henjes
Designkonzept
Ludwig Wendt Art Direction
Redaktionsanschrift
Nestorstr. 8–9, 10709 Berlin,
Telefon 030/25 44 95 10,...
Die große Frage wird nicht immer gern beantwortet. «Warum Theater?», möchten Milo Rau und sein NT Gent endlich genauer wissen – natürlich auf Englisch – und fragen 106 internationale Performer*innen, Schauspieler*innen, Tänzer*innen, Regisseur*innen und Choreograf*innen nach dem Sinn ihrer Arbeit. Anlass ist Covid-19 und die damit verbundenen Lockdowns allüberall,...
«Theater heute» möchte etwas über die Situation der Theaterszene in Israel erfahren. Nein – nicht etwa infolge der letzten sogenannten Initiative deutscher Kulturschaffender, in deren Rahmen sie das moralische Recht verfechten wollen, sich hemmungslos anti-israelisch zu äußern, ohne sich gleichzeitig des Antisemitismus bezichtigen lassen zu müssen. Die Aktion...
