Wir Glückspilze
In der belgischen Region Flandern leben gut sechs Millionen Menschen. Zählt man die Flamen in der Hauptstadt Brüssel dazu, kommt man auf eine Zahl, die in etwa der Bevölkerung Hessens und Bremens zusammen entspricht. Die flämische Gemeinschaft – also der Teil des belgischen Staates, der für die Kultur der niederländisch sprechenden Bevölkerung zuständig ist – unterstützt das flämische Theater mit 27 Millionen Euro im Jahr.
Insgesamt werden für Theater, Tanz, Musiktheater und multidisziplinäres Arbeiten 58 Millionen ausgegeben, was einem Bruchteil der Theatersubventionen in Hessen und Bremen entspricht. Trotzdem kommen aus Flandern seit 30 Jahren einige der größten Erneuerer und sensibelsten Vertreter des zeitgenössischen Theaters. Wie ist das möglich?
Am Geld liegt es offensichtlich nicht. Dass in Belgien überdurchschnittlich viele Genies an den Bäumen wachsen, ist unwahrscheinlich. Die Vermutung liegt nahe, dass der Erfolg systembedingt ist. Dass das flämische Theatersystem Produktionsstrukturen etabliert hat, die die Entfaltung bestimmter künstlerischer Qualitäten aufs Beste unterstützen. Auch wenn dieses System in Belgien selbst derzeit aus verschiedenen Gründen auf dem ...
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Theater heute Oktober 2011
Rubrik: Ausland, Seite 30
von Christiane Kühl
Aachen, Grenzlandtheater
Kasse: 0041/1/261 21 79
30. Walser/Khuon, Ein fliehendes Pferd
R. Harald Demmer
Aachen, Theater
Kasse: 0241/478 42 44
23. nach Bucay, Wie der Elefant die Freiheit fand
R. Nicola Reinmöller
Aalen, Theater der Stadt
Kasse: 07361/52 26 00
1. Boyle, In der Zone (U)
R. Katharina Kreuzhage
15. Mensing/Thalheim, Moschee.de
R....
Wieder ein Abschied – diesmal für immer. Bei der Premiere von Dieter Dorns jüngster Inszenierung spielte sie noch mit – als Kunigundens alte Tante in Kleists «Käthchen von Heilbronn». Als sich das legendäre Dorn-Ensemble dann Ende der Spielzeit ein letztes Mal auf der Bühne des Bayerischen Staatsschauspiels versammelte, um sich darauf in alle Winde zerstreuen, war...
Am Abend, der Tag hält sich jetzt schon wieder etwas länger, sitzen die Männer um den großen Küchentisch herum und machen Brotzeit. Ihr Gespräch dreht sich um den Traktor, den der Seewirt, dieser furchtbar zögerliche Mensch, nun vielleicht doch noch in diesem Frühjahr kaufen wird.
Der Finsterle will mir einen Lanz verkaufen, das wäre momentan der angesagte Bulldog,...
