Wie wollen wir leben?
Unweit vom Herzen Altonas, wo Ende März mit einem Schlag die Draußensitzer in den Cafés das Straßenbild erobern, liegt die Studiobühne des Thalia Theaters. Hier, in der Gaußstraße, werden die kleineren Produktionen gezeigt, Inszenierungen, die mit wenigen Mitteln auskommen müssen, weil der Platz für großen Aufwand fehlt. Das karge Ambiente mit dem rohen Erscheinungsbild, Beton in seiner unverfälschten Form, ist eine Herausforderung für jeden Regisseur.
Doch gerade seiner Neutralität wegen ist dieser Ort besonders geeignet für eine Leistungsschau wie das «Körber Studio Junge Regie», das in diesem Jahr bereits zum vierten Mal stattgefunden hat.
Arbeiten von Regisseuren, die so jung sind, dass ihre Regieerfahrung kaum über den wohlbehüteten Raum regieschuleigener Spielstätten hinausgelangt sind, werden hier gezeigt: Sie alle sind noch in der Ausbildung oder haben soeben ihr Regiestudium an einer deutschsprachigen Hochschule abgeschlossen. Beim Festival, das die in Hamburg ansässige Körber Stiftung zusammen mit der Universität Hamburg ins Leben gerufen hat, sind Studienprojekte, darunter auch Abschlussarbeiten, zu sehen. Dieses Mal waren es zehn Produktionen.
«Frauen an die Macht» ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Thanksgiving ist das wichtigste Fest im amerikanischen Jahreskreis. Zu Weihnachten gibt es bessere Geschäfte, und am 4. Juli wird das ganze Land feierlich und patriotisch, aber an Thanksgiving versammelt sich die ganze (restliche) Familie und tut so, als wären alle noch Pioniere und der Truthahn nicht aus dem Gefrierfach bei Wal-Mart, sondern in den Wäldern von...
Einmal eine grünlich vermoderte und wasserunterspülte Bretter-Bruchbude als nach allen Seiten vernagelte Familiengruft, einmal eine piccobello furnierte Wohn-Esszimmer-Kombination mit offener Terrasse in Cinemascope-Breitformat. Einmal zeitlos stilisierte Familienaufstellung, einmal psychologischer Realismus im 40er-Jahre-Ambiente. Einmal choreografiert...
Am 20. Mai 2003 unterschrieb ich einen Vertrag, der eine detaillierte Regelung des Theater-Etats von 2004 bis 2007 enthielt. Am 10. Dezember 2003 teilte mir der neue Kultursenator Hartmut Perschau telefonisch mit, dass dieser Vertrag nicht mehr gilt – ein halbes Jahr nach Unterschrift, ein halbes Jahr vor Wirksamwerden. Die Vertragsformel Unter Haushaltsvorbehalt...
