Wie im Western

Das Bremer Theater wäre fast in die Insolvenz gerutscht: eine unglaubliche Geschichte und ein Gepräch mit Generalintendant Klaus Pierwoß

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Franz Wille Herr Pierwoß, das Bremer Theater ist nur sehr knapp der Insolvenz entgangen. Wie fühlt man sich da als Generalintendant?

Klaus Pierwoß Als passionierter Bootsfahrer sage ich: Wir sind an einer tödlichen Klippe vorbeigeschrammt. Es ist nicht leicht, künstlerischer Leiter eines Unternehmens zu sein, dem das Kainszeichen der Insolvenz auf die Stirn gedrückt wurde. Wie sehr das eine Rolle spielt, merken wir an der Kasse.

Vor einem Jahr ist hier das private, aber öffentlich bezuschusste Ernst-Waldau-Theater pleite gegangen und konnte Abonnementsansprüche nicht mehr erfüllen, so etwas befürchten einige unserer Besucher. Schon gekaufte Karten für die Silvestervorstellungen werden zurückgegeben. 

FW Bemerken Sie auch in Verhandlungen mit Regisseuren oder Schauspielern die Angst, dass ihre Verträge in einem oder zwei Jahren nichts mehr gelten?

Pierwoß Bisher glücklicherweise nicht. Mit einer Ausnahme, als ein Regisseur tatsächlich gefragt hat, ob die Absprache noch besteht, bekomme ich nur große Ermunterung zum Standhaftbleiben und Durchhalten. 

FW Die Insolvenzgefahr ist entstanden durch ein angebliches Etatloch von 4,7 Millionen Euro. Wie setzt sich das zusammen?

Pierwoß Das ...

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Theater heute Dezember 2005
Rubrik: Foyer, Seite 1
von Franz Wille

Vergriffen
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Notizen

Schule der Hysterie

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