Whomm! Zoing!
Ein Comic bleibt ein Comic bleibt ein Comic – auch wenn er ohne Sprechblasen auf der Bühne daherkommt. Das heißt: Große Hüllen mit wenig Inhalt sind das eigentlich schon, die man im Theaterhaus Jena bei Rebekka Kricheldorfs Batman-Fortschreibung «Gotham City I»
zerplatzen hört, einer scheinbar ins Unendliche angelegten (mindestens die Teile II und III
werden noch folgen) knallbunten Un-Sittengeschichte aus den Abgründen eines Provinz-
Molochs.
Sex und Crime, Drugs und Philosophie sind die zentralen Themen dieser Outlaw-Revue, die Markus Heinzelmann ohne Rücksicht auf Geschmacksverluste auf die knarzende Drehbühne platziert und mit «Krawumm» und «Splash» und «Quiiietsch» genregerecht auf
die Trash-Spitze treibt.
Das ist im Ansatz und bei der szenischen Verwirklichung zunächst auch ziemlich komisch. Denn so weit liegen die realen und die gezeichneten Welten gar nicht auseinander. Die Halbsätze, in denen sich grundlegende Analysen der völlig verkommenen Gesellschaft verbergen, die Geistesblitze, hinter denen nur platte Binsenweisheiten stecken – Gotham City, die legendäre Comic-Metropole, ist wie das Böse immer und überall. Also können die Helden, die jede Stadt nun einmal braucht und ...
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Theater heute Januar 2011
Rubrik: Chronik, Seite 52
von Bernd Noack
Katastrophen aller Art durchwehen das Londoner Theater diesen Herbst und Winter: Erdbeben in der Hauptstadt, Bombenanschläge in Indonesien, politische Radikalisierung in Afghanistan und ein demoralisierter Weihnachtsmann. Dafür entdeckt Salisbury – unerwartetes Geschenk unterm Baum – in Philip Massinger einen Sohn der Stadt und Shakespeare-Zeitgenossen neu. Also...
Wenn die Nächte immer noch lang sind, verlässt man sich im Theater gerne aufs Vertraute. Der Kanon lädt ein, z.B. mit Tschechow, in dessen «Kirschgarten» sich in Köln Karin Henkel begibt, dessen «Möwe» in Dresden Burkhard C. Kosminski fliegen lässt und dessen «Drei Schwestern» in Oberhausen Peter Carp versorgt.
Gern gesehen auch Gerhart Hauptmann, in Berlin etwa,...
Aachen, Grenzlandtheater
Kasse: 00 41/1/261 21 79
29. Lewnisky, Ein ganz gewöhnlicher Jude
R. Uwe Brandt
Aachen, Theater
Kasse: 0241/47 84 244
13. Schober, Clyde und Bonnie
R. Nora Mansmann
14. Soler, Gegen den Fortschritt
R. Teresa Rotemberg
22. Shakespeare, Viel Lärm um nichts
R. Christina Rast
Altenburg/Gera, TPT
Kasse Altenburg: 03447/585 161
Ka...
