Wenn die Hoffnung zum Debakel wird
In der Regel formulieren wir unsere Erwartungen für die nähere und fernere Zukunft auf der Grundlage von Linearitätserwartungen: Ein Mehr an Investition wird nach gewisser Zeit auch zu einem Mehr an Erträgen führen, mehr Wissen ist die Grundlage größerer Bildung, und dementsprechend erwarten wir auch von einer Politik der Demokratisierung eine Ausdehnung und Festigung der Demokratie. Unsere epistemische Ordnung ist durch Linearitätsannahmen grundiert.
Die Folge ist, dass wir Maximierung und Optimierung in der Regel als kongruent betrachten und die Vorstellung zurückweisen, beide könnten unterschiedlichen Entwicklungsmustern folgen. Vermutlich ist die Annahme, dass mehr auch besser sei, im Verlaufe der Geschichte erworben worden und keineswegs der Grundausstattung menschlichen Denkens zugehörig. Es dürfte sich dabei um eine Folge wachsender Naturbeherrschung handeln, die in periodischen Schüben die Entwicklung des Menschengeschlechts begleitet hat. Mit der Industrialisierung Westeuropas und Nordamerikas hat sich dieses Denkmuster endgültig durchgesetzt – bevor es dann mit dem Aufstieg ökologischer Überlegungen vor einigen Jahrzehnten in eine Krise kam.
Mehr ist nicht immer besser
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Der Orientierungssinn von Katharina Lorenz ist eine Katastrophe. Auf dem Weg von der Probebühne nach Hause nimmt die Schauspielerin immer wieder abenteuerliche Abzweigungen, und wenn sie in einem Restaurant auf die Toilette geht, kann es schon vorkommen, dass sie hinterher ihren Tisch nicht mehr findet. Die kleine Schwäche kann auch bei der Arbeit zum Problem...
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