Wenigstens Musik
Vergangene Saison, nach der Premiere von Milan Peschels fein gewobenem «Ich werde dich lieben», wurde bekannt, dass große Teile des Schweriner Ensembles ebenso wie Schauspieldirektorin Nina Steinhilber nicht verlängert würden. Es ging das (auch von Peschels Inszenierung befeuerte) Gerücht um, man wolle am Haus kommerzieller werden, stärker in Richtung Musical gehen.
Und wenn die neue, freilich noch von Steinhilber verantwortete Spielzeit jetzt mit einer ins Jukebox-Musical ausgreifenden Version von Tankred Dorsts und Ursula Ehlers König-Artus-Variation «Merlin oder Das wüste Land» beginnt, dann scheint das solche Befürchtungen zu bestätigen.
So einfach ist es aber nicht: Das Theatergebäude des Mecklenburgischen Staats -theaters wird saniert, gespielt wird währenddessen in einem Zirkuszelt jenseits des Schlossparks – solch ein Ort will mit Opulenz und Knalleffekten erobert werden. Entsprechend ist nachvollziehbar, weswegen der im Hauptberuf am Haus als Schauspieler engagierte Regisseur Jonas Steglich hier auf Rockmusik, märchenhafte Kostüme (Hanna Peter) und ein großformatiges, wandelbares Bühnenbild (Andreas Alexander Straßer) setzt. Zumal die von Schlagzeuger Raphael Käding ...
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Theater heute Januar 2026
Rubrik: Chronik, Seite 62
von Falk Schreiber
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