Die Kraft der Entblößung
Langsamer Tod» steht auf der Leuchttafel über dem chromblitzenden Theaterportal, das Bühnenbildnerin Nina Wetzel neben einem geräumigen Hotelzimmer, einer Proben-Garderobe und Videoscreens in allen erdenklichen Größen auf die Drehbühne hat stapeln lassen. Gleich über dem verheißungsvollen Titel der Name der fiktiven Schauspielerin, die diesen performen soll: Hannah Zabrisky. Natürlich ist «Langsamer Tod» kein «Die hard». Das Stück, das hier gespielt wird, soll vom resignierten, qualvollen Ausfaden im sozialen Abseits spielen, kurz: vom Leben einer Frau über 50.
Das Referenzwerk, vor dessen Hintergrund der seinerseits 56-jährige Autor und Regisseur Falk Richter sein Stück «Hannah Zabrisky tritt nicht auf» für die Schaubühne neu und frei geschrieben hat, ist John Cassa -vetes Theaterfilmklassiker «Opening night» von 1977. Darin sträubt sich der Broadway-Star Myrtle Gordon (Gena Rowlands) hartnäckig, eine ältere Frau zu spielen, die mit schwindender Attraktivität ringt und darüber in eine Ehekrise schlittert. Sie habe ihr doch die Rolle auf den Leib geschrieben, sagt die über 60-jährige Autorin des Stücks eiskalt verständnislos zur ebenso daueral -koholisierten wie hinreißenden ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute Januar 2026
Rubrik: Aufführungen, Seite 12
von Eva Behrendt
AMSTERDAM, EYE FILMMUSEUM
bis 8.2., Tilda Swinton: Ongoing
Die Retrospektive der schottischen Künstlerin versammelt Kollaborationen mit zahlreichen Filmemacher:innen und Künstler:innen, darunter Derek Jarman, Pedro Almodóvar, Jim Jarmusch und Apichatpong Weerasethakul. Neben Filmausschnitten sind Installationen, Modepräsentationen und Fotoserien zu sehen.
BERLIN,...
Theater heute Der neue Bundeskulturetat für 2026 ist mit 2,57 Milliarden Euro der höchste aller Zeiten, nur die Darstellende Kunst, besonders die Freien Gruppen, fallen neuerdings durch den Rost. Schon im letzten Jahr hatte Wolfram Weimers Vorgängerin Claudia Roth die für die internationalen Produktionshäuser vorgesehenen fünf Millionen Euro gestrichen, dann aber...
WWW.ARTE.DE
Die Coen-Brüder – Eine amerikanische Geschichte
Dokumentation von Sarah Aspinall, D 2025 Die Brüder Joel und Ethan Coen haben in eigenwilligen Filmen aus Thriller, Komödien, Tragödien, Western, Musicals und Spionage ein ganz eigenes Genre in der Welt des Kinos geschaffen. Die Dokumentation zeigt die Entwicklung der Zusammenarbeit zweier Brüder in...
