«Was tut, was sagt, was lässt man denn?»

Jette Steckel, 25, hat einen berühmten Vater, mit dem sie nicht immer einer Meinung ist. Und sie ist Nachwuchsregisseurin des Jahres.

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Kann sein, dass ihr speziell an diesem Tag so deutlich wie wohl selten sonst der Übergang vor Augen steht, in dem sie sich gerade befindet. Noch einmal hat sie jenes erstaunliche Stück Theater­forschung aus der Erinnerung auf die Bühne zurück geholt, mit dem sie einer breiteren Öffentlichkeit erstmals nachhaltig «aufgefallen» ist: «Die Gerechten» von Albert Camus, erarbeitet noch im Zusammenhang des Regiestudiums an der Hamburger Theaterakademie und jetzt wieder zu sehen in deren «Finale 07» zum Abschluss des Studien­jahres wie der Theater­saison.

Wie verschworen miteinander hätten sie sich bei dieser Arbeit doch alle gefühlt, erzählt Jette Steckel, und sie leuchtet. Fragt sich aber auch gleich, und nur rhetorisch, warum und wie es ohne diesen Grad von Verständigung eigentlich weitergehen solle – denn «von Interesse war doch gerade das: das Gemeinsame». 
 

Aber längst ist ja klar, dass und wie es weitergeht – in ein paar Minuten schauen die Kollegen von Karin Beiers Team am Kölner Schauspiel vorbei, um mit ihr über die Arbeit zu verhandeln, die sie zu deren ers­tem Spielplan dort beitragen wird – «Schattenstimmen», ein neues Projekt von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel; so steht ...

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Theater heute Jahrbuch 2007
Rubrik: Die Höhepunkte des Jahres, Seite 136
von Michael Laages

Vergriffen
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