«Was tut, was sagt, was lässt man denn?»
Kann sein, dass ihr speziell an diesem Tag so deutlich wie wohl selten sonst der Übergang vor Augen steht, in dem sie sich gerade befindet. Noch einmal hat sie jenes erstaunliche Stück Theaterforschung aus der Erinnerung auf die Bühne zurück geholt, mit dem sie einer breiteren Öffentlichkeit erstmals nachhaltig «aufgefallen» ist: «Die Gerechten» von Albert Camus, erarbeitet noch im Zusammenhang des Regiestudiums an der Hamburger Theaterakademie und jetzt wieder zu sehen in deren «Finale 07» zum Abschluss des Studienjahres wie der Theatersaison.
Wie verschworen miteinander hätten sie sich bei dieser Arbeit doch alle gefühlt, erzählt Jette Steckel, und sie leuchtet. Fragt sich aber auch gleich, und nur rhetorisch, warum und wie es ohne diesen Grad von Verständigung eigentlich weitergehen solle – denn «von Interesse war doch gerade das: das Gemeinsame».
Aber längst ist ja klar, dass und wie es weitergeht – in ein paar Minuten schauen die Kollegen von Karin Beiers Team am Kölner Schauspiel vorbei, um mit ihr über die Arbeit zu verhandeln, die sie zu deren erstem Spielplan dort beitragen wird – «Schattenstimmen», ein neues Projekt von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel; so steht ...
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Theater heute Jahrbuch 2007
Rubrik: Die Höhepunkte des Jahres, Seite 136
von Michael Laages
Luk Perceval Katrin Brack und ich, wir arbeiten schon seit 1990 zusammen, 17 Jahre sind das jetzt. Wir waren damals beide an einem Punkt, wo wir das Theater mehr oder weniger satt hatten. Ich wollte weg von jeder Form von Behauptung und suchte nach einer größeren Wahrhaftigkeit; bei Katrin war es ähnlich, sie wollte keine Bühnenbilder mehr, die nur dazu da waren,...
Magst du für das Jahrbuch darüber schreiben, warum das Thalia Theater so toll ist?» Ein Super-Auftrag, den mir Franz Wille so en passant am Telefon mit auf den Weg gibt. Und ich bin auch noch so blöd, zuzusagen! Aber er wird Recht haben, mir wird ungeheuer vieles einfallen, schließlich bin ich wirklich gerne an diesem Theater. Was also könnte ich schreiben, ohne...
Mein Bruder Tom» ist ein Stück, das verschiedene Perspektiven rund um diesen Bruder beschreibt, der einen der vielen Kriege, um die es gehen könnte, nicht überlebt hat. Keines der disparaten «Paare» Ellen und Gloria, Sophie und Robert, Tom und Sky, Laif und Helena scheint mit sich selbst oder dem jeweils anderen besonders viel zu tun zu haben. Was sie im Leben...
