Was hatte ein Dramaturg bei Brecht zu tun?

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Zum ersten Mal begegnete ich Palitzsch bei der ersten Probe zur ersten Aufführung des Berliner Ensembles im Zuschauerraum des Deutschen Theaters in der Schumannstraße. 

Wir hatten da eigentlich beide nichts zu suchen. Palitzsch war der Dramaturg des Ensembles, und ich ein junger Schauspieler, der keine Rolle im «Puntila» hatte. Aber da uns keiner wegschickte, lernten wir, dass es an diesem Theater anders zuging als an anderen.

Dort, wo ich zuletzt engagiert war, hatte der Regisseur die Türen zum Zuschauerraum abschließen lassen, damit keiner sich einschleichen konnte, um ihm bei der Arbeit zuzusehen. 

Palitzsch fiel auf. Groß, dünn, mit langen Haaren, einer Brille mit dunkler Fassung. Auffällig auch seine hellbraune Lederweste, die so lang wie eine Jacke war, nur ohne Ärmel. Später vervollständigte eine Cordhose die äußere Erscheinung. Helene Weigel war vom Ministerium ein Ballen Cord zur Verfügung gestellt worden, und alle Männer des Ensembles liefen in dunkelgrünen Cordhosen herum.

Über die Stücke der ersten Spielzeit 1949/50 entschied nicht der Dramaturg, auch nicht die Prinzipalin Helene Weigel, sondern Brecht selbst, der die Theorie des Epischen Theaters zunächst nicht ...

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Theater heute Februar 2005
Rubrik: Peter Palitzsch 1919–2004, Seite 17
von Egon Monk

Vergriffen
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