Warner-Brother Kruse

Tennessee Williams «Die Glasmenagerie»

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Einigermassen überrascht gab sich der Luzerner Schauspieldirektor Peter Carp im Nachhinein angesichts der Komplikationen, die sich aus der attraktiven Idee ergeben hatten, die er dem kleinen Theater mitten in der Schweizer Puppenstube bescherte.

Kaum nämlich hatte sich das Luzerner Theater um die Aufführungsrechte an einem Text von Tennessee Williams bemüht und dabei mitgeteilt, dass sich der Regisseur Jürgen Kruse des ersten großen Theatererfolgs des Südstaaten-Autors aus dem Jahr 1944 annehmen solle, schrillten im zuständigen Verlag die Alarmglocken: Kruse! Noch so einer, der die Stücke immer derart heftig durch den Wolf dreht, dass kein Stein auf dem anderen und kein Wort da stehen bleibt, wo es hingehört. Seit Frank Castorf bei den Salzburger Festspielen auf seine Weise erzählte von der «Endstation Sehnsucht» (und seit das Stück dann bekanntlich nicht mehr so heissen durfte) sind die hiesigen Rechteverwerter aufs Höchste sensibilisiert; und gewarnt vor dem heiligen Zorn der University of the South in Sewanee, Tennessee. Doch die Aufführung kam zustande. Das muss unter diesen Umständen als Sieg gelten.

«Die Glasmenagerie» gibt der Autor als Stück Erinnerung aus: mit dominanter ...

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Theater heute Januar 2007
Rubrik: Chronik, Seite 42
von Michael Laages

Vergriffen
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