Wahre Genehmigungskunstwerke
Verena Großkreutz Herr Kosminski, wie haben Sie während des Corona-Shutdowns Kontakt gehalten zum Publikum?
Burkhard C. Kosminski Wir sind mit digitalen Angeboten online gegangen. Allerdings sehr dezent, denn das Streamen ist meiner Meinung nach eher was für ein Haus mit einer großen Theatergeschichte wie die Berliner Schaubühne oder das Berliner Ensemble. Die haben ein Riesen-Archiv mit Aufführungen und hochwertigem Bildmaterial. Das haben wir nicht.
Wir haben mit kleinen Formaten angefangen, etwa mit «Europeana», einer Videoserie mit unserem Ensemble zur jüngeren Geschichte Europas. Und wir haben ein «Lyriktelefon» eingerichtet in Kooperation mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach: Schauspieler*innen rufen Interessierte auf Wunsch an und lesen ihnen Gedichte vor.
Großkreutz Die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg sah ja lange vor, dass bis Mitte Juni Theater jeglicher Art nicht stattfinden darf. Und lange sah es so aus, als befände sich das Stuttgarter Staatstheater bis zum Beginn der neuen Saison im verordneten Dornröschenschlaf.
Kosminski Ja, die letzte Zeit war schwierig. Wir stehen zwar ständig mit dem Ministerium in Kontakt und bekommen dementsprechend ...
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Theater heute Juli 2020
Rubrik: Szene Corona, Seite 16
von
Michel Piccoli, eine der Ikonen des französischen Films seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts, starb am 12. Mai im Alter von 94 Jahren. Seine Filme und ihre Regisseure sind Legende: Arbeiten mit Jean Louis Barrault, Alain Resnais, Constantin Costa-Gavras, Luis Buñuel, Claude Chabrol, René Clair, Marco Ferreri, Jean-Luc Godard, Alfred Hitchcock, Jean-Pierre...
Der Titel macht keine Umstände: Eine «Spielplanänderung» wird verlangt, und zwar mit Ausrufezeichen. Im Untertitel dann gleich die nächste starke Behauptung: «30 Stücke, die das Theater heute braucht». Hier geht es nicht darum, was das Theater spielen sollte oder was ihm helfen würde, hier wird gebraucht. Simon Strauß, der Herausgeber dieser kleinen...
Sehr geehrtes, weißes amerikanisches Theater, als Gemeinschaft Schwarzer, indigener und PoC-(BIPOC-)Theatermacher*innen sind wir im Vermächtnis von August Wilsons Rede «The Ground On Which I Stand» zusammengekommen, um euch genau zu sagen, auf welchem Boden wir nach den Bürgerunruhen unserer Nation stehen.
Wir sehen euch. Wir haben euch immer gesehen. Wir haben...
