Wahre Genehmigungskunstwerke

Der Intendant des Stuttgarter Staatsschauspiels Burkhard C. Kosminski über die langsame Öffnung seines Hauses

Verena Großkreutz Herr Kosminski, wie haben Sie während des Corona-Shutdowns Kontakt gehalten zum Publikum?


Burkhard C. Kosminski Wir sind mit digitalen Angeboten online gegangen. Allerdings sehr dezent, denn das Streamen ist meiner Meinung nach eher was für ein Haus mit einer großen Theatergeschichte wie die Berliner Schaubühne oder das Berliner Ensemble. Die haben ein Riesen-Archiv mit Aufführungen und hochwertigem Bildmaterial. Das haben wir nicht.

Wir haben mit kleinen Formaten angefangen, etwa mit «Europeana», einer Videoserie mit unserem Ensemble zur jüngeren Geschichte Europas. Und wir haben ein «Lyriktelefon» eingerichtet in Kooperation mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach: Schauspieler*innen rufen Interessierte auf Wunsch an und lesen ihnen Gedichte vor.


Großkreutz Die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg sah ja lange vor, dass bis Mitte Juni Theater jeglicher Art nicht stattfinden darf. Und lange sah es so aus, als befände sich das Stuttgarter Staatstheater bis zum Beginn der neuen Saison im verordneten Dornröschenschlaf.


Kosminski Ja, die letzte Zeit war schwierig. Wir stehen zwar ständig mit dem Ministerium in Kontakt und bekommen dementsprechend ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Theater-heute-Artikel online lesen
  • Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Theater heute Juli 2020
Rubrik: Szene Corona, Seite 16
von