Michel Piccoli

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Michel Piccoli, eine der Ikonen des französischen Films seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts, starb am 12. Mai im Alter von 94 Jahren. Seine Filme und ihre Regisseure sind Legende: Arbeiten mit Jean Louis Barrault, Alain Resnais, Constantin Costa-Gavras, Luis Buñuel, Claude Chabrol, René Clair, Marco Ferreri, Jean-Luc Godard, Alfred Hitchcock, Jean-Pierre Melville, Jean Renoir, Claude Sautet, Agnès Varda, Jacques Rivette u.a.

Piccoli kam vom Theater und blieb ihm trotz seiner interna­tionalen Filmkarriere erstaunlich treu; er spielte in mindestens 50 Theaterinszenierungen mit, darunter in Rolf Hochhuths «Der Stellvertreter» (1963), bei Peter Brook und Klaus Michael Grüber, zuletzt in Thomas Bernhards «Minetti» (2009).


Über Patrice Chéreaus Inszenierung von Bernard-Marie Koltès’ «Kampf des Negers und der Hunde» schrieb Michael Merschmeier in TH 07/83: «Michel Piccoli zeigt bei seinem ersten Auftritt, als er zwischen Wohnwagen und Gebüsch steht, schwankend, ob er zuerst zu Leone oder Alboury gehen soll, den Grundgestus seiner Figur: Der Rücken gerundet, der Kopf verkrampft gegen die Rundung abgewinkelt, die Arme, zu lang und zu schwer, schlenkern schimpansenähnlich an ihm ...

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Theater heute Juli 2020
Rubrik: Magazin, Seite 63
von Red.

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