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Zürich-Rückkehrer Christoph Marthaler lädt in sein singendes Sanatorium: «Platz Mangel» in der Roten Fabrik

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Petite Fleur» heißt das Etablissement, das mehr bodenständig als frivol über die Ausfallstraße am See grüßt. Neonbordüren illuminieren sparsam die klobige Fassade; träge blinken rote Herzen in den Fenstern. Früher war das robuste Zweieinhalb-Familienhaus schräg gegenüber der Roten Fabrik noch «eine wundervolle Vorstadtkneipe», in der der legendäre Tonmeister Dieter Meyer stundenlang am Flipper stand. Christoph Marthaler erinnert sich gern daran.

Schließlich hat er im damals noch wild umkämpften linksalternativen Kulturzentrum 1980 seine erste Theaterinstallation «Indeed» gezeigt.

Heute wohnt auf dem Nachbargrundstück Matthias Hartmann, sein Nachfolger am Zürcher Schauspielhaus, aus dem ein streng kalkulierender Verwaltungsrat Marthalers exzessiv lebendes und produzierendes Team vor der Zeit verstieß. Weil vor vier Jahren die Freie Szene den Theaterleuten vehement Solidarität bekundete, revanchiert sich der Regisseur jetzt mit einer Premiere im freien Fabriktheater am See. Natürlich spielt der Titel «Platz Mangel» auf die eigene Verdrängung an, und natürlich haben sich längst andere potente Koproduzenten gefunden: die Wiener Festwochen, das Theater Chur, die Berliner Festspiele und ...

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Theater heute Februar 2008
Rubrik: Aufführungen, Seite 23
von Eva Behrendt

Vergriffen
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