Unsichtbarkeit und Superpower

Schwangerschaft und Stillen am Theater sollen möglichst geräuschlos verlaufen, hat Teresa Schergaut festgestellt

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Um sich eine Menge Ärgernisse zu ersparen, nutze ich diese Textfläche im schönen Theaterheute-Jahrbuch, um meine Erfahrungen zum Thema schwanger sein als Schauspielerin zu teilen. Denn: Sichtbarkeit ist eine Währung, die höher ist als die nächste NV-Bühne-Gagen-Erhöhung.

«Oh du bist schwanger, das ist aber toll. Herzlichen Glückwunsch! Ohhh, du spielst aber gerade in vielen Produktionen, da müssen wir viel umbesetzen. Das wird Arbeit. Aber puhh, das kriegen wir schon hin.

Ob du noch dein neues Stück mit Elsa-Sophie Jach so kurz vor Beginn des Mutterschutzes machen kannst? Ich denke, das wird kompliziert.» Das war so etwa die verkürzte Variante von meinem «Outing-Gespräch» bei meinem Intendanten Enrico Lübbe.

Trotz allem Verständnis zeichnete sich ab, dass es nicht so leicht wird, meine Vorstellung von Arbeit in der Schwangerschaft und die des Theaters zu vereinen. Doch es kam nach einigen Gesprächen dazu, so dass ich die Produktion machen konnte, unter folgenden Rahmenbedingungen:

Die Regisseurin ist einverstanden, setzt sich sogar für die bestehende Besetzung ein. Es gibt eine extra engagierte Gästin als Zweitbesetzung (merci Isabel Tetzner), die bereits während der Probenzeit ...

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Theater heute Jahrbuch 2024
Rubrik: Ärgernisse, Seite 91
von Teresa Schergaut

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