Und mir grausts
I
mensch bin ich keiner oder höchstens im üblichen sinn – der satz korrespondiert mit marthas erkenntnis, daß ihr mann ein dressierter aff sei, also nicht mal ein mensch im üblichen sinn.
die geschichte vom NEST hab ich schon mal mit 15 oder 16 jahren geschrieben; allerdings pubertär schwülstig, obwohl der hintergrund deutlich war: die in die nachkriegszeit mitlaufende nazivergangenheit der eltern. das befehlsempfängertum.
und die verheißung des zugenagelten daseins schon von kindesbeinen an.
ich erinnere mich noch gut, daß meine liebe mutter, die eigentlich eine fortschrittlich-österreichische hausfrau war, verglichen mit dem niederbayrischen konservatismus meines beamten-vaters, daß meine mutter zu mir, als ich in die volksschule ging und dort als dünnes, ängstliches einzelkind probleme hatte, tröstend gemeint sagte: franzl, es wird immer einen geben, der über dir drüber ist. damit mußt du dich abfinden, danach mußt du dich richten, früh krümmt sich, was ein häkchen werden will. man muß sich nach der decke strecken usw. usf. einübung in den menschen im üblichen sinn.
das war ihre gelernte überzeugung, die aus ihrer lebenserfahrung als frühe kriegswitwe kam, die, als sie meinen ...
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