Überlagernde Schichten mit Goldgrund

Theaterbauten sind auch Erinnerungsräume: Über Jahrzehnte, oft über Jahrhunderte überbaut, umgewandelt, ertüchtigt, erweitert. Darin liegen Chancen und Herausforderungen für zeitgenössische Inszenierungskonzepte. Und Anregungen für den weiteren Umgang mit renovierungsbedürftigen Kulturorten nicht nur im deutschsprachigen Raum

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In den letzten Jahren erleben wir vielfältige Diskussionen um den Umgang mit historischer Bausubstanz durch ökologisch sinnvolle Nachnutzung und die ästhetischen Konsequenzen, die sich daraus für den umgebenden (städtischen) Kontext ergeben. Dieser Artikel konzentriert sich auf die architektonischen Überschreibungen in ausgewählten heutigen Bühnenbauten und geht von vielschichtigen sichtbaren Zeitebenen als Bereicherung der Theaterarbeit aus.

Durch die Zusammenführung der unterschiedlichen Perspektiven aus den Bereichen Szenografie, Bühnentechnik und Architektur wird versucht, die assoziativ auf -geladene und erinnerungskulturelle Konstruktion der Theater zu entschlüsseln und in Bezug zu aktuellen Eingriffen zu stellen.

Nach einem baugeschichtlichen Abriss und Überlegungen zum kollektiven Gedächtnis als Bestandteil der szenografischen Praxis werden architektonische Transformationsprozesse beleuchtet, die aufgrund des sich stetig verändernden Gebrauchs nicht nur die steinerne Substanz, sondern auch die Bereitschaft zu theatralen (Nach-)Nutzungen mit einem neuen Kulturverständnis öffnen. Neben der traditionellen Guckkastenbühne mit zentralen Blickachsen und (ehemals) hierarchischer ...

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Theater heute April 2026
Rubrik: Theaterarchitektur, Seite 32
von Bri Newesely

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