Überforderung der Perspektivlosen
«Warum eigentlich immer die Türken?», fragt der vierzehnjährige türkische Junge hinter mir leise, dann verfällt er wieder – ebenso wie die restlichen Schüler dreier Schulformen (Haupt- und Realschule und Gymnasium) – in gebanntes Schweigen. Und das für eineinhalb Stunden im Theater. Hut ab.
«Dream Team» von Lutz Hübner schafft es, Jugendliche aus den verschiedensten Milieus zu erreichen – mit lässig unangestrengten Dialogen und einer Grundsituation, die jedem vertraut ist: Überforderung und ihre Folgen.
Tom hat (eher versehentlich) ein iPhone geklaut, und zwar dummerweise das der Tochter seines Chefs, Herrn Schmitz. Das Problem ist, dass dieser ihn auch sofort im Blick hat und ihm mit Rausschmiss droht. Um den Verdacht von sich abzulenken, schmiedet Tom einen Plan, in dem sein gerade aus dem «Bau» entlassener Freund Bruno am Telefon einen Türken spielen soll, der Geld für die iPhone-Übergabe verlangt. Alles scheint zu klappen, doch dann steht plötzlich Herr Schmitz vor der Tür … Bruno sieht bald rot und schlägt zu. So landet Herr Schmitz blutend und gefesselt an der Heizung. Er erkennt, dass den Jungs die ganze Sache komplett aus dem Ruder gelaufen ist und bastelt geistesgegenwärtig ...
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Gleich bei unserem ersten Gespräch haben wir uns intensiv über die Neuerscheinungen zu den Paulus-Briefen unterhalten. Philipp Hauß hat nämlich ein Philosophie-Studium an der Universität Wien begonnen und besucht regelmäßig die Lehrveranstaltungen. Es beschäftigt ihn die Frage, wie man aus philosophischer und theologischer Perspektive ein Geheimnis denken kann....
TH Christoph Schlingensiefs Produktion «Die Kirche der Angst vor dem Fremden in mir» ist mit weit über 400.000 Euro die teuerste Produktion, die es je beim Theatertreffen gab. Kann sich das Festival das leisten?
Iris Laufenberg Mit Hilfe der Ruhrtriennale und durch die persönliche Unterstützung von Christoph Schlingensief konnten wir die Kosten runterrechnen. Das...
Eigentlich sollte Jürgen Kruse Gorkis «Nachtasyl» inszenieren, doch der Tod Klaus Michael Grübers brachte ihn auf eine andere Idee – die Kombination zweier Stücke, die Grüber an der Berliner Schaubühne inszenierte, als Kruse dort Assistent war: Tschechows frühes Dramolett «An der großen Straße» (1984) und Hölderlins Fragment «Tod des Empedokles» (1975). Kruse war...
