Treibhausdefekt und Familienkatastrophe

Tracy Letts’ «August: Osage County»

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Während sich die deutsche Kritik noch über den Erfolg von «August: Osage County», über die Wiedergeburt des amerikanischen Familienstücks aus dem Geist Eugene O’Neills wundert, räumt Tracy Letts mehrere Generationen umspannendes Epos so ziemlich alles ab, was es in der New Yorker Theaterszene zu gewinnen gibt. Pulitzer-Preis und 5 Tony Awards inklusive.
 

«August: Osage County» beschreibt den Zerfall einer amerikanischen Großfamilie als tragikomisches Ereignis.

Ort der Handlung ist der Land­sitz der Familie Weston in  einer Kleinstadt im heutigen Oklahoma, im Osage County, aus dem auch der Autor stammt. Beverly Weston, früher Dichter und Hochschullehrer, jetzt pensioniert und Vollzeitalkoholiker, engagiert für sich und seine Frau die junge Indianerin Johnna als Haushaltshilfe. Denn: «Fakt ist: Meine Frau nimmt Tabletten und ich trinke. Und diese Sachlage hat es mit der Zeit sehr mühsam gemacht, die traditionelle amerikanische Normalität aufrecht zu erhalten: Rechnungen bezahlen, Lebensmittelversorgung, Sauberhalten von Kleidung, Teppichen und Scheißhäusern.» Dann verschwindet das Familienoberhaupt spurlos und lässt seine krebskranke und tablettenabhängige Frau Violet allein zurück. ...

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Theater heute Jahrbuch 2008
Rubrik: Neue Stücke der neuen Spielzeit, Seite 169
von Ingoh Brux

Vergriffen
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