Und es siegten noch

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Eine Zweite, die schon oft Erste war, ist Sandra Hüller. In Tom Lanoyes Antikenbearbeitung «Mamma Medea» lehrt die Nachwuchsschauspielerin des Jahres 2003 als kolchische Königstochter nicht nur die Korinther das Gruseln. Hüllers radikal Liebende scheitert in der (ihrerseits zweitplatzierten) Inszenierung von Stephan Kimmig von Anfang an daran, Liebe und Identität zu erringen – auch, weil sie deren Kompromissformen nicht aushält. Unnachgiebig und klar zwingt Hüller das Publikum, ihr durch den finsteren Reifeprozess vom bockigen Kapuzenmädchen zur Kindesmörderin zu folgen.

 
 

Ebenfalls an den Münchner Kammerspielen arbeitet Annabelle Witt, zum zweiten Mal Kostümbildnerin des Jahres. Die studierte Modedesignerin verwandelte Stefan Puchers «Sturm»-Inszenierung in ein Défilée der Stile und Schichten: Von Calibans krachledernder Oktoberfeststracht bis zu Prosperos edler Graf-Dracula-Robe reicht die reiche Palette. Unser Bild zeigt die drittplatzierte Schauspielerin Hildegard Schmahl im eleganten Herrschergewand.
 

Als Bruno Mechelke in Hauptmanns «Die Ratten» hat Niklas Kohrt nicht nur den Alfred-Kerr-Preis gewonnen, sondern es auch zum Nachwuchsschauspieler des Jahres gebracht. Mit ...

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Theater heute Jahrbuch 2008
Rubrik: Die Höhepunkte des Jahres, Seite 147
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