Transformative Utopie

MarDi, «Penthesile:a:s. Amazonenkampf» (DE) am neuen theater Halle

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Am Ende fällt dann alles buchstäblich aus dem Rahmen oder vielmehr vor den Rahmen. Einen solchen hat Nadja Sofie Eiler nämlich auf die große Bühne des neuen theaters in Halle gebaut und in ihn hinein eine große Küche mit freistehender Arbeitsfläche. Im Hintergrund ein paar Fenster, rechts steht der Kühlschrank, in der hinteren linken Ecke der Herd und vorne ein Waschbecken, an dem sich die Protagonisten und Protagonistinnen ständig die Hände waschen. Nicht ohne Grund, wie sich am Ende zeigt.

Denn all das Schälen von Karotten und Kartoffeln, das Schnibbeln von Lauch arbeitet präzise auf das finale Verlassen des Rahmens hin, das hier mehr sein wird als nur ein Durchbrechen der vierten Wand.

Das ist das Setting für die deutsche Erstaufführung von «Penthesile:a:s. Amazonenkampf» der französischen Autorin MarDi in Halle in der Regie von Sandra Hüller und Tom Schneider. Es ist Hüllers Regiedebüt, gleichwohl sie in den Arbeiten des Farn Kollektiv schon mehrfach mit Schneider in kreativen Prozessen zusammen gewirkt hat. Auch mit der Penthesilea hat sie eine Vorgeschichte: 2018 spielte sie bei den Salzburger Festspielen zusammen mit Jens Harzer eine auf ein Duett eingedampfte Variante des ...

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Theater heute Juni 2025
Rubrik: Chronik, Seite 58
von Torben Ibs

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