Too bad

Damian Rebgetz «Guy working at a pool» an der Volksbühne Berlin

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In François Ozons leisem Thriller «Swimming Pool» rettet sich eine erfolgreiche, aber akut einfallslose Schriftstellerin an den Pool ihres Verlegers, um ihre Schreibblockade zu überwinden. Dort trifft sie auf dessen hedonistische Tochter, die sich vom Störfaktor schnell in eine wahre Inspirationsquelle verwandelt: Ob Sex und Mord am Pool dabei realen Ereignissen folgen oder tatsächlich der bereits fertiggestellten, fiktionalen Roman-Handlung, ist am Ende unklar.

Auch der Performer Damian Rebgetz hatte sich nach seinem Engagement im Ensemble der Münchner Kammerspiele unter Matthias Lilienthal für eine kreative Auszeit am Pool entschieden: als realem Arbeitsplatz und künstlerisch motivierter Feldforschung gleichermaßen – allerdings nicht in einer privaten Villa in Südfrankreich, sondern im Soziotop eines öffentlichen Stadtbads in Berlin Wilmersdorf. Dabei drängten sich die bürokratischen Hürden, die der Arbeit als Rettungsschwimmer:in hierzulande im Weg stehen, dem seit 2006 in Deutschland lebenden Australier natürlich geradezu als Steilvorlage auf, um deutsche Mentalitäten im Spiegel ihrer Badekultur im Allgemeinen zu betrachten – und mit dem Münchner Theaterpublikum im Besonderen ...

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Theater heute Juni 2025
Rubrik: Chronik, Seite 55
von Anja Quickert

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