Too bad
In François Ozons leisem Thriller «Swimming Pool» rettet sich eine erfolgreiche, aber akut einfallslose Schriftstellerin an den Pool ihres Verlegers, um ihre Schreibblockade zu überwinden. Dort trifft sie auf dessen hedonistische Tochter, die sich vom Störfaktor schnell in eine wahre Inspirationsquelle verwandelt: Ob Sex und Mord am Pool dabei realen Ereignissen folgen oder tatsächlich der bereits fertiggestellten, fiktionalen Roman-Handlung, ist am Ende unklar.
Auch der Performer Damian Rebgetz hatte sich nach seinem Engagement im Ensemble der Münchner Kammerspiele unter Matthias Lilienthal für eine kreative Auszeit am Pool entschieden: als realem Arbeitsplatz und künstlerisch motivierter Feldforschung gleichermaßen – allerdings nicht in einer privaten Villa in Südfrankreich, sondern im Soziotop eines öffentlichen Stadtbads in Berlin Wilmersdorf. Dabei drängten sich die bürokratischen Hürden, die der Arbeit als Rettungsschwimmer:in hierzulande im Weg stehen, dem seit 2006 in Deutschland lebenden Australier natürlich geradezu als Steilvorlage auf, um deutsche Mentalitäten im Spiegel ihrer Badekultur im Allgemeinen zu betrachten – und mit dem Münchner Theaterpublikum im Besonderen ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute Juni 2025
Rubrik: Chronik, Seite 55
von Anja Quickert
Auf den ersten Blick scheint es dem israelischen Dramatiker Hanoch Levin um die Komödie einer dezent gestörten Familie zu gehen, als er Spielfiguren ins Rennen schickte, die entfernte Verwandte von Becketts existenzialistischen Vergeblichkeitsclowns sein könnten. Das war 1972, Israels Premierministerin hieß Golda Meir, und der Sechstagekrieg, in dessen Verlauf...
AACHEN, DAS DA THEATER
5. Sater, Sheik und Wedekind, Frühlings Erwachen
R. Tom Hirtz
AACHEN, GRENZLANDTHEATER
13. Coste, Nein zum Geld
R. Ingmar Otto
AACHEN, THEATER
13. Ensemble, Aber trotzdem … glücklich!
R. Katrin Eickholt
AALEN, THEATER
21. Hornby, State of the Union – eine Ehe in zehn Sitzungen
R. Tonio Kleinknecht
ALTENBURG/GERA, THEATER
8. Brecht, Der...
Die Agora ist manchmal ein leeres Feld. Voll Enthusiasmus schreiten vor dieser leeren Fläche, die vermutlich eher als Parkplatz denn als landwirtschaftliche Nutzwirtschaft fungiert, Annett Sawallisch, Julius Forster und Denis Petkovic, um das versammelte Publikum von der Überlegenheit der sozialistischen Produktionsmethoden mit übergroßen Rüben und Kartoffeln zu...
