Those were the days

Daniele Szeredy «Den Aufstand proben – Handbuch einer Hausbesetzung» am Staatstheater Braunschweig

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Es hilft, wenn man nach dem Theaterabend «Den Aufstand proben – Handbuch einer Hausbesetzung» selbst in den Magnitorwall 18 einbiegt. Und wenn man dort noch das Glück hat, dass einen eine Theatermitarbeiterin kurz und beherzt hineinführt in die Räume. Die Räume, die jetzt Theaterbüros sind und damals Wohnungen waren: großbürgerlich hohe Decken, prunkvoller Stuck und herrschaftliche Flügeltüren. Am 18. Juni 1992 war dieses Braunschweiger Gründerzeithaus besetzt worden. Aus Protest gegen den skandalösen Umgang mit Wohnraum.

Im Rahmen des Theaterneubaus des «Kleinen Hauses» sollte das Wohnhaus damals bis auf die Fassade abgerissen werden. Auf die Hausbesetzung folgten Polizeieinsätze, eine Räumung und eine erneute Besetzung. «Kein Abriss unter dieser Nummer!» und «Theater ja, aber nicht hier!» stand auf den Flugblättern.

Jetzt, ziemlich genau 32 Jahre später, hat Daniele Szeredy dazu ein vierteiliges Stück entwickelt. Gemeinsam mit dem Ensemble des Staatstheaters Braunschweig und mit Studierenden der Technischen Universität und solchen der Hochschule der Bildenden Künste. Der ungarisch-italienische Regisseur, Autor und Dramaturg gehört ab 2024/25 zum Leitungsteam des Theaterhauses ...

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Theater heute August/September 2024
Rubrik: Chronik, Seite 55
von Katrin Ullmann

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