This is water, swim!

Katja Brunner und Dirk Laucke über den Druck im System von Ausbildung, Stückemärkten und Theaterbetrieb

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Barbara Burckhardt Katja Brunner, Dirk Laucke, wir wollen darüber reden, wie sich die Beschleunigung und Schlagzahlerhöhung, die seit einigen Jahren das deutsche Theater regiert, auf Autoren und ihre Stücke auswirkt. Katja Brunner, Sie haben gerade den Preis der Mülheimer Stücke mit Ihrem Missbrauchsdrama «von den beinen zu kurz» gewonnen. Sie sind gerade 22, das Stück haben Sie mit 18 geschrieben. Wie war der Weg bis zu diesem Erfolg in Mülheim?

Katja Brunner Begonnen hat das mit dem Dramenprozessor des Theaters Winkelwiese in Zürich.

Das war ein sehr geschützter Raum, da habe ich das Stück geschrieben. In einer Arbeitsatmosphäre, die nicht nur aufs Endprodukt schielt. Dann hab ich angefangen zu studieren, in Biel am Literaturinstitut. Da waren wir eine junge, überwiegend weibliche Gruppe, in der auch keine vorrangig über Verwertbarkeit nachgedacht hat. Wir konnten in sehr kleinen Schritten weitergehen. Es ging nie darum, unbedingt etwas abzuschließen. Beim Szenischen Schreiben an der UdK empfinde ich den Geist sehr anders. Da wird einem eigentlich empfohlen, sich für praktisch alles zu bewerben; das wird fast eingefordert, ohne dass reflektiert würde, was das bedeuten kann: Z.B., ...

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Theater heute Jahrbuch 2013
Rubrik: Freiraum Theater!, Seite 56
von Barbara Burckhardt

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