Das zweite Mal
Karin Beier, Stefan Bachmann und Armin Petras haben alle schon ein Theater geleitet. Und starten 2013 in ihre zweiten Intendanzen. Dabei ist der Beruf zwischen Theaterbetrieb, Kulturpolitik und künstlerischem Anspruch nicht einfacher geworden. Was wird im zweiten Anlauf anders? Welche Erfahrungen nimmt man mit? Welche Fehler will man kein zweites Mal machen? Und wie positioniert man sich zwischen kulturpolitischen Fallstricken?
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Theater heute Jahrbuch 2013
Rubrik: Das zweite Mal, Seite 88
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Stücke zu schreiben ist eine eher einsame Tätigkeit am Schreibtisch. So ziemlich das Gegenteil von Probenarbeit und Theaterspielen. Aber manchmal ziehen sich Gegensätze an: die neuen Stücke der nächsten Spielzeit – Uraufführungen demnächst.
Ende März in Berlins wuchtigem Theatertrotzbau am Rosa-Luxemburg-Platz. Auf der Drehbühne kreiselt eine verwinkelte, mit Liebe gezimmerte Bretterbude, über der ein riesiger Videoscreen thront, der Stolz des Hauses. Was in den Zimmern vor sich geht, überträgt großzügig gepixelt und leicht grünstichig eine wackelige Handkamera, die noch das staksigste...
Die schönen Tage von Middlesbrough sind längst vorbei. Im 19. Jahrhundert galt die Stadt im Nordosten Englands als Eldorado der Eisen- und Stahlindustrie. Danach ging es mit ihr bergab. Dem wirtschaftlichen Niedergang folgte der soziale. 2007 kam «Ironopolis» als «worst place to live in the UK» in die Schlagzeilen. Heute bricht Middlesbrough nur noch...
