The Future Will be Confusing
Es hätte ein Neustart werden sollen, doch nach dem Tod des Intendanten Niels Ewerbeck stellt die erste Spielzeit im Künstlerhaus Mousonturm unter neuer Leitung plötzlich nur noch eine Interimszeit dar. Bis der Frankfurter Kulturdezernent Felix Semmelroth einen neuen Intendanten gefunden haben wird, haben die Geschäftsführerin Martina Leitner und die Dramaturgen Marcus Droß und Martine Dennewald kommissarisch die Leitung des Hauses übernommen und zeigen zunächst einmal das, was ohnehin geplant war.
Auf der Grenze zwischen Theater, Tanz, Performance und Bildender Kunst entdecken sie neben Altbekanntem auch für Frankfurt Neues, füllen alte Traditionen mit neuem Inhalt und fördern gezielt den Nachwuchs.
Um nichts Geringeres als die Zukunft geht es in «Tomorrow’s Parties», einem der jüngsten Stücke der britischen Erfolgsgruppe Forced Entertainment, deren Regisseur und Autor Tim Etchells dem neuen Mousonturm-Team zur Eröffnung der Spielzeit den prophetischen Spruch «The Future Will be Confusing» in leuchtenden Neonbuchstaben an die Fassade des Hauses geschrieben hat. Zwei Darsteller, Robin Arthur und Cathy Naden, stehen ausgestellt auf einem Podest auf der ansonsten leeren dunklen Bühne ...
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Theater heute April 2013
Rubrik: Freie Szene, Seite 40
von Gerald Siegmund
Kevin Rittberger schreibt dem Schauspiel Frankfurt, dem Festival «Frankfurter Positionen», drei Schauspielern und vor allem Samuel Weiss als Regisseur ein Stück. Es dauert anderthalb Stunden. Hinterher schauen sich alle an: Was war denn jetzt das? Diskutieren dann aber doch sehr angeregt und fühlen sich offenbar bestens unterhalten.
Rittberger nennt «Kimberlit» «ein...
Fast klingt es wie Schlag, doch SCHAG besteht aus den russischen Anfangsbuchstaben von Schweiz, Avstrija und Germanija, zugleich das russische Wort für Schritt. Als 2011 der vierte SCHAG-Band in Moskau erschien, war das die größte Anthologie neuer deutschsprachiger Dramatik im Ausland: 36 Stücke auf rund 1.800 Seiten. Zehn Jahre zuvor hatte der Leiter des Moskauer...
Alles ist verzerrt. Eine Landschaft aus Sitzmöbeln auf weißem Teppich füllt das Braunschweiger Kleine Haus über den gesamten Zuschauerraum bis an die ebenfalls mit weißem Stoff bespannten Wände der Bühne aus. Dazwischen eine einzige Wohnzimmerlampe, ein Flügel und überall Zuschauer, die schon vor Beginn der Show von Tochter Isabelle (Ursula Hobmair) zum Eintreten...
