Thalia des Jahres: Selbstlob
Wie soll man erklären, warum das Hamburger Thalia Theater, nachdem es schon das Berliner Theatertreffen dominierte, schon wieder Theater des Jahres wurde? Am besten zerbricht man sich nicht weiter den Kopf, sondern fragt die Macher selbst: die Schauspieler Judith Hofmann und Helmut Mooshammer, die Chefdramaturgin Sonja Anders und Regisseur Andreas Kriegenburg. – Danach ist das Geheimnis des Erfolgs, wenn nicht gelüftet, so doch gut umzingelt.
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Können Christen, Juden und Muslime sich im gemeinsamen Menschlichen versöhnen? Diese Frage hat bereits 1779 Gotthold Ephraim Lessing beschäftigt; mit seiner Parabel «Nathan der Weise» formulierte er die Notwendigkeit, ein stabiles Gleichgewicht zwischen den Religionen auf der Basis der Vernunft zu erringen. Lessing trat damit seinerzeit in den Widerstreit zur...
Das Stück endet in der Katastrophe: Der Vater stirbt, die Ehefrau wird wegen Missbrauchs eines Minderjährigen verurteilt, weitere Beziehungen sind zerstört oder ihr Aufkommen wird im Keim erstickt. Oder es schließt mit Happy End: Denn der angeblich missbrauchte Junge und die Tochter beginnen eine Beziehung – die die Fehler der Eltern vielleicht vermeidet ....
Irgendwann in der vergangenen Spielzeit widmete sich René Pollesch dem letzten Tabu des deutschen Theaters. Es ging wieder mal um käufliche Gefühle und darum, dass Theater auch nur eine Ware ist. Denkbar brutal und mit größtmöglicher Selbstverständlichkeit gab der Regisseur dem Publikum im Berliner Prater zu verstehen, dass es bei der Inszenierung «Tod eines...
