Stuttgart: In der Wiederholungsschleife
11. März 2004: In Madrid ist es 7.39 Uhr, als die erste Bombe hochgeht. Neun weitere Detonationen folgen: in vier Vorortzügen, in denen dicht gedrängt Pendler zur Arbeit, Kinder zur Schule und Studierende zur Uni fahren. 191 Menschenleben forderte das Attentat. Noch Jahre danach wird ein Vater immer wieder die Bahnstrecke abfahren, in der Hoffnung, seine Tochter doch noch wiederzusehen. Ihre Leiche wurde nie gefunden. Sie gehörte zu jenen Opfern, deren Körper in kleinste Teile zerfetzt wurden.
In Roland Schimmelpfennigs neuem Theaterstück «100 Songs», das jetzt im Kammertheater des Stuttgarter Schauspiels als deutsche Erstaufführung in einer Inszenierung des Autors Premiere hatte, geht es auch um ein Attentat, das einen Zug in die Luft sprengt. Das Ereignis selbst wird am Ende allerdings nur durch ein paar Theaterblutspritzer angedeutet. Denn «100 Songs» befasst sich mit den Minuten davor. Die Zeit scheint eingefroren. Die Opfer und die Menschen, die zufällig Zeuge der Explosion werden, berichten, was ihnen oder anderen in diesen drei Minuten vor 8.55 Uhr, dem Zeitpunkt der Katastrophe, durch den Kopf geht – und das in lebensnaher praller Banalität.
Da kreuzen sich zufällig die ...
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Theater heute August/September 2019
Rubrik: Chronik, Seite 60
von Verena Großkreutz
Aachen, das da theater
12.9. Gordon, Rain Man
R. Achim Bieler
Aachen, Grenzlandtheater
24.8. Calbérac, Die Studentin und Monsieur Henri
R. Anja Junski
29.9. Molnar, Eins, Zwei, Drei
R. Catharina Fillers
Aachen, Theater
20.9. nach Lessing, Nathan der Weise und Jelinek, Abraumhalde
R. Jan Langenheim
26.9. Naumann, demut vor deinen taten baby
R. Lisa Heinz
28.9. nach...
Die Schweizer Kabarettistin Hazel Brugger hat einmal bei einem Auftritt in Paderborn unter dem Titel «Männer haben mehr Humor als Frauen» eine wissenschaftliche Studie zitiert, derzufolge 95 Prozent der befragten Männer und Frauen Humor für die wichtigste Eigenschaft in einer Partnerschaft halten. Wobei beide Geschlechter – und das ist das eigentlich interessante...
Öffnen Sie keine Türen (könnte gefährlich sein)! Sprechen Sie keine Leute in blassgrünen Kitteln an (alle in ihre Arbeit vertieft)! Verhalten Sie sich leise (das Haus ist immer auf Sendung)! Das sind so die Benimmregeln, die der Theatermacher Thom Luz für den szenischen Rundgang namens «Radio Requiem» im stillgelegten Sendestudio auf dem Basler Hausberg, dem...
