Stimmungsbilder aus dem Trockendock
Fast genau ein Jahr ist es her, dass Mitte März 2020 der gesamte Spielbetrieb über Nacht auf null gebracht wurde – Maschinen stopp! aus voller Fahrt –, ein bis dato einmaliger Vorgang, anfangs noch deklariert als kurzer kollektiven Kraftakt, um bald wieder zum glücklichen Normalzustand zurückzukehren. Doch der ist nach vorsichtigen Lockerungsversuchen im letzten Sommer noch immer nicht in Sicht.
Vielmehr fragt man sich inzwischen fast schon, was das eigentlich war, Normalität? Wird es so etwas je wieder geben?
Trotz erfreulich sinkender Inzidenzwerte ist von einem Wiederöffnungsszenario für die Theater nach wie vor viel zu wenig die Rede. Umso mehr dafür von Einnahmeausfällen in schwindelnder Höhe. Eine soeben von der Wirtschaftsprüfgesellschaft Ernst & Young veröffentlichte (und von der europäischen Autoren- und Komponistinnen-Vereinigung GESAC in Auftrag gegebene) Studie «Rebuilding Europe. Die Kultur- und Kreativwirtschaft vor und nach COVID-19» hat für 2020 europaweit im Bereich der darstellenden Künste einen Umsatzrückgang von 90 Prozent (entsprechend einem Wert von 37 Milliarden Euro) festgestellt. Im laufenden Jahr dürfte es kaum wesentlich besser werden, sodass man ...
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Theater heute März 2021
Rubrik: Szene Corona, Seite 17
von Silvia Stammen
5./FREITAG 20.15, 3sat: Maximilian – Das Spiel von Macht und Liebe (1/3)
Fernsehfilm (Österreich/Deutschland
2017) von Andreas Prochaska, mit Christa Théret, Jannis Niewöhner, Alix Poisson, Jean-Hugues Anglade, Miriam Fussenegger
21.45, 3sat: Maximilian – Das Spiel von Macht und Liebe (2/3) 21.45, 3sat: Maximilian – Das Spiel von Macht und Liebe (3/3)
7./SONNTAG...
Am Ende kehrte er zu seinen Wurzeln zurück. Das letzte Buch des Dichters Ludwig Fels ist ein Band mit Gedichten in fränkischer Mundart. Er, der seit fast vierzig Jahren in Wien lebte, besann sich auf einmal auf die Sprache, mit der er aufgewachsen war. In Treuchtlingen bei Ansbach, wo er 1946 in eine kleinbürgerliche Familie geboren worden war, sprach man eben so:...
Um autoritären Bedrohungen in liberalen Demokratien nachzugehen, muss man sich vor allem um Entwicklungslinien kümmern und nicht nur Einzelereignisse herausgreifen. Da gibt es auf der einen Seite eine eher langfristige Entwicklung ab dem Jahre 2000, aber auch eine kurzfristige Entwicklung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, deren politische und...
