Steuer, aber sexy
Wenn es nach Thomas Piketty ginge, ließe die Welt sich durchaus retten vor Umweltzerstörung, Klimakatastrophe, Massenverarmung. Eine simple progressive Eigentumssteuer könnte sowohl ein Grundeinkommen für alle Bürgerinnen, eine Kapitalstarthilfe für jeden Berufsanfänger als auch die Umstellung auf ein ökologisches Wirtschaften finanzieren, behauptet der französische Wirtschaftswissenschaftler im lösungsorientierten Schlusskapitel seiner gerade auf Deutsch erschienenen historischen Analyse «Kapital und Ideologie».
Von einem solchen «partizipativen Sozialismus», vulgo Steuergerechtigkeit, können die fünf deutschen Beamt*innen in Felicia Zellers «Der Fiskus» nur träumen (und auch Piketty träumt ja nur, leider). Immerhin haben Nele Neuer, Bea Mtinnen, Elfi Nanzen, Reiner Lös und Fatma Tabak den Vorteil, sich gut genug mit dem geltenden Steuerrecht auszukennen, um a) zu bemerken, wenn ausgerechnet «Steuerberater, Investmentbanker, Wirtschaftsrechtsanwälte» oder auch nur der eigene Zahnarzt den Fiskus prellen, aber auch um b) selbst das eine oder andere legale Schlupfloch zu nutzen.
Ein Stück Wirtschaftsdichtung
Felicia Zeller, die laut ihrer Homepage nur noch ...
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