Sprachlos beredt

Lies Pauwels «Stadt der Affen» am Burgtheater Wien

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Dass vor Beginn der Vorstellung die Stimme von Martin Kušej ertönt, ist derzeit normal. Aber während der Direktor üblicherweise an die Einhaltung der gerade geltenden Schutzmaßnahmen appelliert, hört sich seine Tonbandansprache diesmal etwas anders an. Das Kasino sei ein «shared space», aber kein «safe space», sagt Kušej, wer sich nicht sicher fühle, könne das Theater jetzt verlassen.

Und: «Diejenigen, die hier bleiben, bitten wir, ihre persönlichen, intellektuellen, emotionalen und körperlichen Grenzen zu schützen und es bitte nicht auf die vorherrschenden Umstände zu schieben, wenn die Dinge nicht so laufen sollten, wie von Ihnen erwartet.» 

Das klingt gefährlicher, als es dann kommt, aber die Dinge laufen an diesem Abend tatsächlich etwas anders als gewohnt. Die flämische Regisseurin Lies Pauwels hat mit drei Burgschauspieler:innen (Stefanie Dvorak, Max Gindorff, Hans Dieter Knebel) und vier jungen Gehörlosen (Ruben Grandits, Wesal Jahangiri, Julia Oberroithmair, Habib Teamori) das Stück «Stadt der Affen» entwickelt, das auf spielerische Weise der existenziellen Frage nachgeht, wie Kommunikation zwischen Hörenden und Gehörlosen funktionieren kann. 

Der Titel verweist auf den ...

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Theater heute Februar 2022
Rubrik: Chronik, Seite 54
von Wolfgang Kralicek

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