«So Bock auf live»

Vom 25. bis zum 30. Mai hat die sechste Ausgabe des Performing Arts Festivals einen Einblick in den aktuellen Arbeitsstand der Freien Szene Berlins gegeben. Vieles war digital, manches vor Publikum – was alle einte, ist ihr Unbehagen an der Welt

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Alles beginnt damit, dass eine Frau vor ihrem Bildschirm sitzt und in ein Brötchen beißt. Der Moment irritiert. Haben die Organisator*innen des diesjährigen Performing Arts Festivals den Opening-Livestream versehentlich zu früh gestartet? Möglich wäre es, wenn man an die vielen Online-Pannen der vergangenen Monate denkt. Doch wir haben es hier mit Theater zu tun, wo jede noch so kleine Geste etwas über die Welt erzählt.

Und so merkt man schnell, dass dieser scheinbar private Moment in Wirklichkeit ein ironischer Kommentar darauf ist, welche Fallstricke es gibt, wenn man ein so großes Festival unter Pandemiebedingungen konzipiert.

Das wirkt ja tatsächlich wie eine fast unmögliche Aufgabe, wenn man bedenkt, wie schnell sich die coronabedingten Einschränkungen immer wieder verändert haben. Und wie eine Aufgabe, die vermutlich nur mit jeder Menge Nervennahrung zu überstehen war. 

Deshalb ist es natürlich umso bemerkenswerter, dass die alljährliche Zusammenkunft von Berlins Freier Szene trotzdem mehr als hundert Performances, Theaterstücke, Tanzabende, Zirkusnummern, Filme, Audiowalks, Workshops und Talks in ihrem Programm stehen hat. Sie können in Form von Livestreams, Aufzeichnungen, ...

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Theater heute Juli 2021
Rubrik: Freie Szene, Seite 32
von Anna Fastabend

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