Sie wird bleiben!
Im Laufe der Jahre hatten wir bei Forced Entertainment das Glück, mit vielen großartigen Kuratoren und Programmgestaltern zusammenzuarbeiten, aber Fries temperamentvolle Liebe für den hohen politischen und ethischen Ernst der Kunst und ihre damit einhergehende Sensibilität für ihre menschlichen, emotionalen und schelmischen Fähigkeiten haben sie immer einzigartig gemacht. Sie war eine Kraft, mit der man rechnen musste, und eine wunderbare starke Verbündete.
Sie war jemand, die die Messlatte hoch anlegte und die sich immer unerschrocken in die Offensive für die Kunst und ihre Bedeutung begab – ihr kämpferischer Brief an die Stadtverwaltung zum Abschied von den Wiener Festwochen bleibt ein Klassiker des Genres. Frie war ernst, scharf und witzig; Eigenschaften, die sie verband und mit denen sie uns alle anspornte.
Es wird so etwas wie Frie nicht mehr geben, das ist sicher. Aber ihr Geist lebt in dem Sinne weiter, dass wir ihre Haltungen und Positionen mit uns tragen. Es besteht kein Zweifel, dass Fries Vermächtnis uns alle weiter bewegen wird, die wir von ihr im Laufe der Jahre ermutigt, inspiriert und herausgefordert wurden – Künstler und Kuratoren, Kolleg*innen und das Publikum ...
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Theater heute November 2020
Rubrik: Nachruf, Seite 42
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