Showroom 11/22
BERLIN, AKADEMIE DER KÜNSTE bis 22.1.23, Spurensicherung.
Die Geschichte(n) hinter den Werken
Überraschende Forschungsergebnisse über die Herkunft von Bildern, Büchern, Objekten und Dokumenten in den Sammlungen der Akademie der Künste: Zu den Exponaten gehören Manuskripte des Philosophen Walter Benjamin, die von der Gestapo beschlagnahmte Sammlung des Kunst -kritikers Alfred Kerr, ein Skizzenbuch aus dem Nachlass von Max Liebermann, verloren geglaubte Ölskizzen von Carl Blechen oder die private Gemäldesammlung von Otto Nagel, die nach seinem Tode die Begehrlichkeit der DDR-Kulturpolitik weckte.
BERLIN, JÜDISCHES MUSEUM bis 5.2.23, Inside Out – Etgar Keret
Ausgehend von Erinnerungen an seine Mutter hat der israelische Autor Etgar Keret neun Kurzgeschichten verfasst, die mit von ihm ausgewählten Objekten aus den JMB-Sammlungen sowie mit Auftragsarbeiten von zeitgenössischen Künstler:innen als Zusammenspiel von Erinnerungen, Objekten und künstlerischen Installationen erstmals präsentiert werden.
DRESDEN, DEUTSCHES HYGIENE-MUSEUM bis 5.3.23, Fake. Die ganze Wahrheit
Auf dem Parcours durch das fiktive «Amt für die ganze Wahrheit» begrüßt Schauspieler Martin Wuttke die Besucher:innen ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute 11 2022
Rubrik: Daten, Seite 65
von
Diese Situation kennt man vielleicht aus wirren Albträumen: Man hat eine Leiche am Hals, weiß nicht, woher sie kommt und ob man selbst für den Tod des Menschen verantwortlich ist. «Hitze» («La Chaleur»), der erfolgreiche Debütroman des Franzosen Victor Jestin (Jahrgang 1994), fängt mit einer ähnlich absurden Situation an: Der 17-jährige Léonard beobachtet den...
Er ermordet seinen Vater, verheiratet sich mit seiner Mutter, bringt als König die Seuche übers Land. An der Schuldfrage kommt Ödipus selbst so wenig vorbei wie alle, die sich mit seinem Drama beschäftigen, namentlich in der Ausformulierung durch Sophokles. Nicolas Stemann beantwortet sie ungefähr in der Mitte seiner Zürcher Inszenierung mit aller denkbaren...
Immer wenn es das Establishment mit Gier, Ressentiment und Gewinnmaximierung auf die Spitze treibt – und dabei an seine Grenzen stößt –, wird die Sehnsucht nach einem Ort, der nicht Law and Profit bedient, sondern Fantasie, Gemeinschaftssinn, mitunter auch Rausch und Wahn, besonders groß. Wie ein solches Außen entspannter Anarchie und sorgefreien Dahinlebens zu...
