Sensibler blasser runder Po
Die Achtziger sind endlich auch auf dem Broadway angekommen. Während Vokuhila-frisierte Dreißigjährige in den Nachtclubs des Hipster-Stadtviertels Williamsburg schon seit geraumer Zeit zum Mixtape-Soundtrack ihrer frühen Jugend tanzen, kann man die nostalgischen Geschmacklosigkeiten der Reagan-Ära jetzt auch im Westen von Manhattans Midtown bewundern. Das frisch renovierte Theaterhaus 37 Arts, vor dessen Türen man durch den Straßenlärm noch das Rauschen des Hudson Rivers hört, hat dieser Tage «Hurlyburly» von David Rabe ausgegraben.
Laut «New York Times» handelt es sich bei dem Drama, das sich am besten mit «Turbulenzen» oder «Wirrwarr» übersetzen lässt, immerhin um eines der legendärsten Theaterstücke des Jahres 1984! Damals war eine junge Schauspielertruppe um Harvey Keitel dem Zeitgeist auf den melancholischen Leib gerückt und hatte das Kammerspiel über Nacht zur Sensation gemacht.
Auf der Wohnzimmer-Bühne der Off-Theaterkompanie The New Group (Regie: Scott Elliott) herrscht das nackte Chaos. Eine triste Landschaft aus leeren Bierflaschen und schmuddeligen Klamottenbergen erstreckt sich zwischen ausladendem Mobiliar, psychedelisch gemusterten Tapeten und der braunen Teppichware ...
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Man kann es nicht mehr hören, das alberne Geraune um die mögliche Beteiligung der amerikanischen Regierung an den Anschlägen vom 11. September. Dadurch, so geht das Mantra linker Verschwörungstheorie, habe sich die Bush-Administration ihre geostrategischen Weihnachtswünsche endlich erfüllen und über Afghanistan und den Irak zur lang gehegten Weltumarmungsstrategie...
Man muss sich das Problem mit diesen arabischen Selbstmord-Terroristen ungefähr so vorstellen: Ein netter, gut aussehender blonder Junge mit einer ebenso netten, gut aussehenden blonden Freundin hat Ärger mit der Mama und Probleme, einen Praktikumsplatz zu bekommen. Dann trifft er im türkischen Bad ein paar in Saunatücher gehüllte Schauspieler des Maxim Gorki...
