Selbstgehauchter Wind

Paula Kläy «Gewölk» (U) am Theater Münster

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Als «Forscher:innen in der Fiktion» beschreibt Paula Kläy ihre Figuren. Zur Uraufführung ihres Stücks «Gewölk» im Theater Münster erscheinen diese Figuren also mit Tropenhut und in beigefarbenem Outdoor-Outfit, bereit für die Expedition ins Reich der Geschichtenerfindung. Denn Kläy – in der vergangenen Spielzeit Hausautorin in Münster – hat ein knapp 30-seitiges Stück geschrieben, in dem das Theater, seine Erzählungen und Illusionen selbst durchleuchtet und hinterfragt werden.

Auf der Bühne: Mavie (die auch Marie heißen könnte, denn der Autor hat eine Sauklaue), Peter (der Autor, der das Stück «11 Begegnungen mit dem Tod» geschrieben hat, jetzt aber selbst zum Spieler wird) und der Regisseur (der natürlich «nur eine Theaterfigur [ist], die ein Regisseur ist»). Sie sprechen über das Sterben und seltsame Katzen, über nachgeahmtes Lächeln und das Weinen im Publikum als größten Erfolg des Autors. Sie erzählen von der Demenz des Vaters und einer toten Ratte am Straßenrand. Vom tragischen Bühnentod und den Aphorismen des Autors. Dazwischen berichtet die Stimme der Regieanweisung, dass ein kleiner Käfer mit einem winzig kleinen Spazierstock zwischen den Bühnenwänden spaziert. Und die ...

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Theater heute April 2026
Rubrik: Chronik, Seite 60
von Sarah Heppekausen

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