Schreckgespenst oder Verheißung?
Vor einigen Monaten wurde Jane Friedman sehr wütend. Im Internet stieß die US-amerikanische Schreibratgeber-Autorin («The Business of Being a Writer») auf ein halbes Dutzend Bücher unter ihrem Namen, die allerdings nicht von ihr verfasst waren. Auf Amazon standen Jane Friedman-Bücher mit Titeln wie «How to Write and Publish an eBook Quickly and Make Money» zum Verkauf – offensichtlich von einer KI geschrieben.
Erst als Friedman ihrem Ärger online Luft machte, nahm Amazon die Bücher aus dem Programm und limitierte die Selbst-Veröffentlichung von Büchern im vergangenen Herbst auf drei pro Tag. Damit reagierte der Konzern auch auf die Explosion von KI-generierten Texten, seit Chatbots vor einem Jahr frei verfügbar wurden. Dass diese Text- und Bildgeneratoren zwar noch sehr oft «halluzinieren», also erkennbar Bullshit ausspucken, ist nur ein kleines Startproblem bei einer der «größten Revolutionen in der Menschheitsgeschichte», wie die künstliche Verintelligenzung des menschlichen Daseins von vielen Tech-Profis beschrieben wird. Die Chatbots sind da nur sichtbare Vorzeichen auf dem Weg zur Erlösung von Krankheiten, Energieproblemen oder überflüssiger Arbeit. Sam Altmann, Chef der ...
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Theater heute Februar 2024
Rubrik: Magazin, Seite 71
von
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