Schnitter und Schnittchen

Elfriede Jelineks zweiter Trump-Text «Endsieg» am Hamburger Schauspielhaus und René Polleschs «Der Schnittchenkauf» an der Berliner Volksbühne

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Die Gegenwart liefert. Dramatisches Material, so weit das Auge reicht: Eben noch wurde der mittlerweile vorbestrafte Donald Trump erneut zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt, jetzt spricht sein neuer Buddy und künftiger Schleifer demokratischer Institutio -nen, zufällig der reichste Mann der Welt, Wahlempfehlungen für die AfD aus; steuert Österreich auf eine Regierungskoalition von FPÖ und ÖVP zu mit einem rechtsradikalen Kanzler Kickl, brennen in Windeseile die schönsten Wohnlagen der Demokraten-Hochburg Los Angeles ab.

Und wenn Sie, liebe Leser:innen, diese Ausgabe in den Händen halten, wird schon wieder noch mehr passiert sein.

Elfriede Jelinek schreckt die Desasterdichte nicht. Sie braucht nur an der Wirklichkeit entlangzuschreiben, weshalb bereits vier Tage nach Donald Trumps Wahlsieg Anfang November der Text «Endsieg» auf ihrer Website hochgeladen war. Und als am Hamburger Schauspielhaus eine Premiere ausfallen musste, sprang kurz entschlossen Falk Richter ein, der hier bereits vor sieben Jahren Jelineks erstes Trump-Stück «Am Königsweg» höchst erfolgreich zur Uraufführung brachte, um laut Porgrammzettel «der lähmenden Depression etwas ...

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Theater heute Februar 2025
Rubrik: Aufführungen, Seite 11
von Eva Behrendt

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