Life is Shortbread
Niemand weiß es so genau, aber es könnte das vorerst letzte Mal gewesen sein, dass das No Limits – Disability & Performing Arts Festival ein derart vielfältiges Programm präsentiert. Verantwortlich dafür sind die Berliner Kulturkürzungen, denen, so wie es derzeit aussieht, auch viele Projekte aus den Bereichen Inklusion und Diversität zum Opfer fallen. Diese Schreckensnachricht platzte ausgerechnet in die zweite Hälfte des zwölftägigen Festivals und überschattete das ausgelassene Beisammensein.
Doch zunächst ging es locker, leicht und luftig in die elfte Runde.
In diversen Spielstätten der Freien Szene, u.a. bei RambaZamba und im Theater an der Parkaue, präsentieren zwanzig Gruppen aus zwölf Ländern ihre Stücke aus den Bereichen Tanz, Theater und Performance. Hinzu kam ein Symposium für Disabled People in Entscheidungspositionen, Partys und inklusive Begegnungsformate.
In Deutschland gilt das No-Limits-Festival als das größte und wichtigste Festival von und für Künstler:innen mit Behinderung. Ihre Stücke drehen sich um den eigenen künstlerischen Ausdruck, zeigen verschiedene Lebensrealitäten, üben Kritik an vorherrschenden Körperbildern und feiern die Selbstermächtigung. ...
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Theater heute Februar 2025
Rubrik: Magazin, Seite 67
von Anna Fastabend
Von wegen Geschichte wiederholt sich nicht! Wer redet heute noch von Fortschritt, zumindest in einem Stück, das ganz programmatisch «Replay» heißt? Und damit auch niemand auf falsche Gedanken kommt, hat Yael Ronen ihrem neuen Werk an der Berliner Schaubühne einen kleinen Erklärbär-Monolog vorgebaut, in dem sich eine Lotte, die an der Schwelle zur Me -nopause steht,...
New York, 1975. Die verlassenen, verfallenden Docks am Ufer des Hudson River sind schwule Cruisingzone und üben auch auf Künstlerinnen und Künstler starke Anziehungskraft aus. Mazlum Nergiz hat die Gegend zum Schauplatz seines neuen Stücks «Am Fluss» gemacht. Die urbane Flusslandschaft macht es möglich, verschiedene Themen und Zeiten zusammenzubringen. Zitat: «Wenn...
Langsam kommt sie in Fahrt, die neue Direktion Stefan Bachmann an der Burg. Und «langsam», das bedeutet auch, dass sie mit Inszenierungen punktet, die sich Zeit nehmen. «Nur ned hudeln», heißt es in Wien, nichts überstürzen. Mit dieser Devise fahren beide ausgezeichnet: die slowenische Regisseurin Mateja Koležnik, die sich im Akademietheater Nikolai Gogols...
