Schauplatz München

Zukunftsträume zwischen Macho-Maschinen und virtuellem Dämmern am Horizont im Residenztheater: Albert Ostermaiers «Munich Machine», Anna Gmeyners «Automatenbüfett» und ein «Tremens» frei nach Shakespeare

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Millionendorf, Isar-Athen, Schicki-Micki-Weltstadt mit Herz, aber auch einst «Hauptstadt der Bewegung» und immer wieder Schauplatz rechtsterroristischer Anschläge – kaum eine Großstadt kokettiert so sehr mit ihrer komplizierten Vergangenheit und der Hass-Liebe zu sich selbst und macht sich dabei auch gern mal ein bisschen wichtiger, als sie von außen betrachtet sein mag.

Das Residenztheater (nicht das «Theater der Stadt», wie sich die städtischen Münchner Kammerspiele gern nennen, sondern das staatlich geförderte Haus) nimmt in dieser Saison die Licht- und Schattenseiten seines Standorts zum Leitfaden, an den sich gleich eine ganze Reihe von Spielplanpositionen anbinden lassen, angefangen von Horváths Kleinbürger-Apokalypse auf dem Oktoberfest «Kasimir und Karoline» in der eingedunkelten Regie von Barbara Frey über Rainald Goetz’ ausschweifende Totenbeschwörung «Lapidarium» bis zu Michał Borczuchs noch ausstehender Spurensuche nach «Mercury» (Freddy), der Anfang der 1980er in den legendären Schwulenclubs im Glockenbachviertel feierte.

Auch Albert Ostermaier, echtes Münchner Kindl und dem Residenztheater seit seinen dichterischen Anfängen in den 1990ern verbunden (sein erstes Stück ...

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Theater heute April 2026
Rubrik: Aufführungen, Seite 10
von Silvia Stammen

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