Hohn und Spott

Maria Lazar «Die Hölle auf Erden» am Theater Magdeburg

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Das Leben im Himmel stellt man sich am Schauspiel Magdeburg plüschig-pink vor. Auf der Bühne ist alles und jeder in ein zartes Pink getaucht: Himmelswächter Petrus in seinem Leder-Overall, die langhaarigen Engel und die riesigen flauschigen Bälle, die man einander federleicht zuwirft.

Doch die Idylle wird jäh gestört, als auf der Erde ein Weltkrieg auszubrechen droht. Über eine Anzeige, lanciert durch die Professoren des Gesundheitsdepartments des Völkerbundes, ersucht man göttliche Hilfe.

Da Gott seinen Ruhestand allerdings überaus genießt, entsendet er als Vertretung seiner selbst Petrus und zwei Engel. Auf der Erde werden sie jedoch nicht gerade mit offenen Armen empfangen.

Mit «Die Hölle auf Erden» bringt Regisseurin Julia Prechsl am Schauspiel Magdeburg ein Stück der jüdisch-österreichischen Autorin Maria Lazar auf die Bühne, das lange unentdeckt blieb. Bereits in den 1930er Jahren im dänischen Exil verfasst, wurde der Text erst im vorletzten Jahr von der Enkelin der Autorin veröffentlicht. Nach der Uraufführung am Tiroler Landestheater und einer weiteren Inszenierung am Schauspiel Graz folgt jetzt in Magdeburg die deutsche Erstaufführung. Und siehe da: Obwohl seit der ...

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Theater heute April 2026
Rubrik: Chronik, Seite 60
von Anna Hoffmeister

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